Weihnachten mal anders: Die Krippe im Kinderblick

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00:00:03: Ja, und hallo, es geht wieder los.

00:00:05: Der Blaude Podcast ist da.

00:00:09: Magas Bralle Blaudertasche Podcast.

00:00:12: Sie hat wieder ganz viel in ihrer Blaudertasche dabei.

00:00:15: Maga, herzlich willkommen.

00:00:17: Hallo Helmut.

00:00:18: Und du hast einen, ein Gedicht hast du dabei, hast du mir gesagt vorhin und das hast du in der großen, großen Blautasche von dir.

00:00:26: Und deswegen sage ich dir, hol's raus und leg los.

00:00:30: Und das ist ein recht originelles Gedicht und das ist eine so, ja, sie hangen mal zu.

00:00:37: Ich habe das vor sechs Jahren gedichtet und ich finde es ganz passend und sehr lustig.

00:00:44: Ein kleiner Schuljunge vor der weihnachtlichen Krippe steht, schüttelt den Kopf, es ist gar viel, was der Bub nicht versteht.

00:00:54: Da ist doch glatt diese Josef zusammen mit Maria seiner Frau zu Fuß sehr weit gelaufen.

00:01:01: Die Entfernung weiß jetzt zwar nicht genau, aber sicherlich nach seinem Überlegen, seiner Fantasie und gut dünken, war es vielleicht zu weit.

00:01:10: wie von Augsburg, gab es hin nach München.

00:01:14: Dabei hatten sie nur einen alten Esel dabei und er musste arg schwitzen, weil doch die Frau, die ihr Kind kriegen soll, auf dessen Rückentat sitzen.

00:01:23: Also ganz ohne Auto und Anhänger, wie schafften die beiden das bloß?

00:01:29: Nun gut, damals war auf der Autobahn sicherlich nicht gar so viel los.

00:01:34: Doch hätten sie sich locker ein Wohnmobil mieden können für zwei Tage.

00:01:39: Dann hätten sie auch mit dem alten stürrischen Esel gehabt, kein Blak.

00:01:43: Bettzeug wäre drin gewesen, ein Kühlschrank und was man sonst noch braucht.

00:01:48: Doch so wie die beiden losgezogen sind, das überhaupt nicht taucht.

00:01:54: Bei so einer Strecke muss man bestimmt einmal unterwegs übernachten.

00:01:59: An eine Reservierung über Booking sie anscheinend überhaupt nicht dachten.

00:02:03: Wie er damals mit den Eltern in den Winterurlaub fuhr, reservierten sie das bald.

00:02:10: Eine Übernachtung in einem Gasthof zwischen Köln und dem Bayerischen Wald.

00:02:15: An sowas hätten die beiden doch denken müssen und dies bei Zeiten schon.

00:02:19: Denn an Weihnachten ist schließlich überall im ganzen Land hoch.

00:02:23: Saison.

00:02:24: Und welche Pension?

00:02:25: und welches Hotel hat neben einer Auto-Garage noch einen steil vermitgebrachte Haustiere?

00:02:32: Das wäre ja eine Plage.

00:02:34: Nun, ein Hotel hatte zwar kein Zimmer, doch Gott lob einen Holzschubben frei.

00:02:40: Dort sagte der Hotelbesitzer, da wäre noch Platz für euch, da könnt ihr nein.

00:02:45: Zwar ist ein dicker Ochstrin samt seiner Freundin, einer mageren Kuh, der eines kastriert und sie selbst da, keine Sorge, die beiden, die geben Ruhe.

00:02:56: In dem Schubn gab's außer einem Futterdruck und viel stachlichem Stroh.

00:03:00: Nichts anderes, doch es regnete nicht rein und darüber waren sie froh.

00:03:05: Die Frau hat dann wohl das Kind bekommen, wie so was nur vor sich geht, wie der Doktor noch Hebamme, die das Baby und Mutter anschließend pflegt.

00:03:16: Er erinnerte sich noch was bei der Geburt seiner Schwester für ein Tradat, das war.

00:03:22: Oh, Mastanten, Spiegel, verrückt, da durch war Papa.

00:03:25: Kopf nicht mehr klar.

00:03:27: Im Bad, Pinnaden, Creme Puder, Pakete mit Pampers bis unter die Decke, so wie Milchflasche, Hipgläser, Ledepulverstand, Rum in jeden Eck.

00:03:37: Frau Maria hat bestimmt dem Kind die Brust gegeben, so wie es der braucht.

00:03:42: Doch was in den Körper reingeht muss schließlich irgendwie rauskommen auch.

00:03:47: Nun weiß ich nicht, wie ein Baby mit lediglich nur einer Windel auskommen soll.

00:03:53: Denn mein Schwesterler macht er am Tag mindestens viermal ihre Pampers voll.

00:03:59: Und woher bekamen sie wieder Mehnreiches Essen?

00:04:03: Sie hatten doch fast nichts dabei.

00:04:05: Und sie mussten doch kochen,

00:04:06: baden

00:04:07: und waschen.

00:04:08: Nun eine Familie, also drei.

00:04:11: Kein Herd, keine Mikrowelle, kein Waschbecken wie der Globabier, noch Glo.

00:04:16: Keine Mütternen, nahmen sie zum Hindern, abbutzen wohl das stachliche Stroh.

00:04:22: Das soll mir einer erklären, deren Leben stillleuchtet mir überhaupt nicht ein.

00:04:27: Das kann man doch einem Baby nicht zumuten.

00:04:30: Es ist ja noch so zart und klein.

00:04:32: Und wenn man derart alternativ hausen kann, ohne das Anrück zuvor, die Polizei, Samtgesundheitsamt und gleich eine Beamtin vom sozialen Dienst mit dabei.

00:04:45: Das einzige Gute war, dass plötzlich die Dreinobel in Herrn Angereis kamen.

00:04:51: Es waren reiche Adeliche, also Könige, einer davon mit lustigem Namen.

00:04:57: Kaspar hieß er, den mögen wir, der ist auch bei uns daheim sehr beliebt, weil er im Theater mit einem steckenden Krokodil kräftig Schläge abgibt.

00:05:08: Die Kaba kamen nicht immer zäh, das im Auto oder in einem anderen tollen K. Nein, die drei kamen auf Kamele und Pferde geritten.

00:05:18: Alles höchst sonderbar.

00:05:20: Also der erste brachte eine Menge Goldstücke in einer schweren Kasse.

00:05:24: Kein Monopoly-Geld, sondern echtige Münseln und davon eine Masse.

00:05:29: Ein Batzen-Geld, sagt Papa, ist immer von Vorteil, egal wo man ist auf der Welt.

00:05:36: Und wo hätten sie was umtauschen können, wenn das Geschenk nicht gefällt?

00:05:40: Nach eBay und Amazon durchzukommen, probierten sie bestimmt stundenlang, doch wahrscheinlich gab es in dem alten steil schlechten Internet Empfang.

00:05:50: Der zweite, da der Familie eine Dose Feuerweihrauch-Hartbröckele schenken.

00:05:56: Die kenne ich, die tun bei uns die Ministranten im Kessel rumschwenken.

00:06:01: Meiner Meinung werden die nicht notwendig gewesen.

00:06:05: wiederum doch, weil es womöglich im Stall bei all den Viechern sicherlich sehr stark roch.

00:06:12: Und in der Zwischenzeit auch noch Schäfer samt deren Schafe angetanzt kamen, es entwickelte sich zu einem Holy Happening und springte etwas den Rahmen.

00:06:23: Und dass ein riesiger Sternstreide viel helles Licht auf den Trubel hernieder, dank ihm konnten die Enge mit Hilfe des Gesangsbuchs singen.

00:06:33: frohe Lieder.

00:06:35: Der dritte Brauch brachte einen Haufen Mürre mit, auch so ein harziges Kraut.

00:06:41: Hätten es da nicht was anderes mitbringen können, was der Familie eher taucht, warme Submen, Wiener, Lyssen, Verbar, Butterblätzen, Würst und Wecken, das wär was gescheites gewesen, da ja der Familie Bestimmbesten schmecken.

00:06:55: Oh ja, vieles bei der Geburtsgeschichte von Jesus wird mir überhaupt nicht klar.

00:07:01: Das merkte ich als neulich mit Mama beim Einkaufen im Supermarkt war.

00:07:06: Was man da alles kaufen kann, diese riesige Auswahl an Waren und Essen, Sachen, die man braucht und ohne Ses, was man kann, voll vergessen.

00:07:16: Die Jesuselden dürften den alten Eseln nicht überladen.

00:07:21: Sie hatten ja kaum was mit.

00:07:23: Doch stellt euch vor, Vater, Mutter, Kleins, Kim, denn sie waren nun zu dritt.

00:07:28: Der Anstand verlangt, dass sie den drei Nobeln Herrn und auch den Hürden Gastfreundschaft gewähren und sie mit einem Festspör und Getränk bewirten.

00:07:38: Auch der engen Schah meinte Maria, müsste man eigentlich etwas geben.

00:07:44: Die fliegenden, nackerten Dingerli müssen ja schließlich auch von was leben.

00:07:49: Mutters Freundin trinkt gerne einen Hugo oder einen Aperroi Spritz, wie ich weiß.

00:07:54: Diese Getränke müssen bei ihm gekühlt sein, also brauchen.

00:07:58: dazu Eis.

00:07:59: Kühlschrank gab es nicht und Eiswürfel hatten sie mit Sicherheit keine dabei.

00:08:04: Seidler Bier hätte es auch getan oder Schnäppsel oder Gläsler Weih.

00:08:08: Zudem Weihnachten hat man ohnehin reichlich Stollen, Plätzchen und Pralinen.

00:08:13: Auch Kartoffelchips, Erdnüssel und Salzletten täten als nicht gut dienen.

00:08:19: Aber es gab nichts.

00:08:21: Und wie Sie es bewerkstelligen, das steht in keinem Kapitel, weder in dem Lukas seinem Bibelfers noch beschreibt es irgendwo ein Titel.

00:08:31: Nun denke ich, dass der Herr Pfarrer uns das alles erklärt und zwar plausibel.

00:08:37: Wenigstens mir, dem von der Krippe, stehen den Kopf schüttelten Bübel.

00:08:43: Mensch, super, super, das ist ja toll.

00:08:45: Wie kommt's denn auf so

00:08:46: weit?

00:08:47: Ach, ich weiß nicht, weil ich mir oft schon als Kind denkt, ja, die bringen jetzt da Möhre mit oder irgendwas, und eigentlich hätten sie doch dann irgendwie was zum Essen oder Pampers mitbringen.

00:08:59: Genau.

00:08:59: Ja, das

00:09:00: ist schon lange.

00:09:02: Ist aber schön, wirklich schön.

00:09:04: Ich hoffe, das wird ein schönes Weihnachten.

00:09:06: Die Leute, die es hören, zwanzig, fünf zwanzig.

00:09:08: Und danke dir für das Gedicht, Marga.

00:09:11: Und da ist auch schon wieder ganz langsam die Musik.

00:09:15: Und das war's mit Margas Bralle Blautattaschen Podcast.

00:09:21: Und ich freue mich, ich freue mich ganz doll darüber, wenn Sie das nächste Mal wieder dabei sind.

00:09:26: Kommende Woche gibt's wieder Margas Bralle Blautattaschen Podcast.

00:09:30: Und ja, einfach ... zuhören, abonnieren oder einfach dabei sein.

00:09:36: Und wir freuen uns, sie als neuen Abonnenten zu gewinnen.

00:09:39: oder sie streamen oder sie machen das uns irgendwie.

00:09:42: Aber Magasprale Blautattaschen Podcast ist der Podcast überhaupt.

00:09:48: Und bis dann, bis nächste Woche.

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