Abschiedstränen und New Yorker Träume
Shownotes
In dieser Folge nehme ich euch mit auf meine emotionale Reise von Deutschland nach Amerika. Ich erzähle, wie ich als Siebzehnjährige voller Vorfreude und Abschiedsschmerz an Bord der Bremen gegangen bin und welche Erlebnisse mich auf dem Weg über den Atlantik geprägt haben. Zwischen Bremer Sehenswürdigkeiten, maritimen Traditionen und meinen ersten englischen Sätzen tauchen wir gemeinsam ein in die Welt der Auswanderung. Die Ankunft in New York, die Skyline, das Empire State Building und die Freiheitsstatue waren für mich ein unvergesslicher Moment. Hört rein und erlebt mit mir dieses einmalige Abenteuer, das mein Leben für immer verändert hat.
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00:00:05: Ja, und hier ist der Teil zwei von Mein Fable für Amerika.
00:00:09: Und wieder
00:00:09: im Studio
00:00:10: die MAGA.
00:00:11: Die MAGA hat den zweiten Teil jetzt dabei und hat ihn aus der Blautasche rausgeholt.
00:00:16: Hier ist der MAGA's Bralle-Blautataschen-Podcast.
00:00:21: Und die MAGA ist die Moderatorin.
00:00:23: Jetzt geht's weiter.
00:00:28: Als ich dann im Bremer Hafen schon war und dann habe ich wieder ... Ich dachte, mein Gott, na, was war das für Aufszenen?
00:00:37: Was sind Rüdingen?
00:00:38: Die Lützenbrücher ist Marga Wander, grad mit siebzehn Jahren nach Amerika aus ganzer Lanz.
00:00:44: Das war eine Sensation in unserer Kleinstadt.
00:00:47: Das dürfte man wirklich glauben.
00:00:49: Also das war wirklich einmalig.
00:00:54: Was auch noch so unglaubwürdig war damals, ich hatte nicht einmal ein Bild von denen ich verwandten gehabt.
00:01:01: Die haben zwar von mir an's gehabt und haben gewusst, dass ich mit dem türkisen Kostüm und roten Stockschirm ankommen würde.
00:01:09: Ja, ja, aber naja gut.
00:01:13: Jetzt habe ich mir erst einmal von Aydan in Umkreis in Deutschland verabschiedet.
00:01:19: Und über euch habe ich dann irgendeine Glanz andenken und mitgerichtet.
00:01:23: Das ist ja auch nicht vergessen.
00:01:25: Von der Mama habe ich dann.
00:01:27: Bittel-Anbahngericht in Gold mit einem Anker, Herz und Kreuz, glaube ich liebe Hoffnung.
00:01:33: Und ich sollte wenig sammeln und das habe ich dann wirklich gemacht, aber davon nochmal später ein wenig mehr.
00:01:40: Ja, also wie wir halt dann zerstermal da rauf gekommen sind, da muss ich noch sagen, wir haben zerstermal einen Übernachtungsstopp im Bremen.
00:01:49: Und da habe ich dann die ganz berühmten Sehenswürdigkeiten ausfindig machen können.
00:01:53: Die Bremer Stadtmusikanten aus dem Meer im Buch, vom Märchen Buch, vom Grimm und der große Roland vom Rathaus.
00:02:02: Und dann die Böttcherstraße.
00:02:05: Der Böttcher war ja der Porzellanmann, der hätte ja eigentlich, glaube ich, Gold erfinden sollen und das dann auf Porzellan gestoßen.
00:02:13: Das war jetzt weiße Gold.
00:02:16: Und dann das Snowviertel und der Ratskeller und da waren so nette Nischen drin und da haben wir dann am Arm, bevor wir dann weiter nach Bremerhaven sind, noch was ganz Gutes gegessen.
00:02:27: Ja, also jetzt sind wir dann im Bremerhaven am Kolumbuskei und da war die Bremen.
00:02:33: Das von Habakkleut, ein ganz tolles Schiff, weil das war halt das erste große Schiff, wo ich eh in live gesehen habe.
00:02:41: Naja, dann war Einschicken der Übersichtkoffer riesengroß, stabil, verstärkt, überall.
00:02:48: Und ein kleiner Lederkoffer, der war dann für die Kabine mit den Sachen, die man halt für Woche braucht.
00:02:54: Und der kam dann direkt in die Dreierkabine, die ich mit zwei Damen mittleren Alters geteilt habe.
00:03:01: Und damals durften noch alle Personen, die Abschied nehmen wollten, aufs Schiff.
00:03:06: Und da hat es keine Segur, die dem gar nichts gegeben, die haben das besichtigen können.
00:03:11: Und wirklich gebühnt lebwohl sagen.
00:03:14: Also das war Gang und Gebe, ne?
00:03:17: Und das Schiffshorn hat dann dreimal tutet.
00:03:24: Und das heißt dann beim dritten Mal, das hieß dann, also jetzt müssen alle Gäste endgültig vom Bord.
00:03:30: Und da hat sie jeder noch gerichtet.
00:03:34: Naja, jetzt sind dann schon ein paar Trainer, die zur Stand kommen, die Mama recht arg, der Papa hat es vergniffen, und meine Schwester hat bitterlich geweint und sagt, sie würde mir versprechen, nie mehr blödig Wut zu mir zu sagen.
00:03:47: Ach Gott, ich selber war aber gar nicht, ich war eigentlich gar nicht so.
00:03:53: Weinerisch, ich war somit mein Ziel, USA fokussiert, dass ich überhaupt keine Zeit gehabt habe auf Weinerisches AD.
00:04:02: Ich wollte also nur zu meinem New Yorker Traum.
00:04:05: Naja, ich ging dann zum oberen Deck, da hat man dann zur Abschieds gelandet, runtergeworfen aufs Ufer, also auf den Kai.
00:04:15: Und die Kapelle hat dann auf Wiedersehen gespielt und das Schiff hat dann nach und nach abgelegt und die Gelandens sind dann nach und nach zerrissen.
00:04:24: Ja, jetzt habe ich dann schon gescheit geweint, und zwar nicht die Bitterlicht.
00:04:28: Das war dann eine so richtige Phase, wo ich dann die Tränen hat, nicht zurückhalten können.
00:04:35: Naja, dann bin ich nach unten gegangen, da hat man dann wieder so eine Sicherheitszeremonie zum Absolvieren.
00:04:41: Jeder hat dann mit seiner Schwimmweste zusammen Rettungsbrot gemüsst.
00:04:45: Und dann habe ich halt ein wenig ein Schiff erkundet.
00:04:48: Ja, also das Swimming-Bull war winzig.
00:04:50: Es war ja schließlich ganz von den jetzigen Kreuzfahrtschiffe damals, sondern es war eigentlich schon ein ausmanderer Schiff.
00:04:58: Das war nicht genau halt mehr auf Kabinen fokussiert und nicht auf Läscher und Bläscher.
00:05:08: Ja, dann hat es irgendeinen Sekt-Impfang gegeben, kann ich mir noch erinnern.
00:05:11: Und jeder hat auch seinen Platz zugewiesen kriegt und das war ganz fein gedeckt mit echten Servietten und Menükarten mit blauer Kottel.
00:05:21: Die habe ich alle noch, auf komm' ja.
00:05:23: Und da gab es einige Sachen, die ich überhaupt noch nicht kann, zum Beispiel Oliven oder Leimer Beans und bestimmt noch andere Lokalitäten, an die ich mir aber nicht mehr so erinnern kann.
00:05:35: Abends hat es dann immer Programm gegeben, da hat es dann einmal Felser-Arm-Game und Bayerischen-Arm.
00:05:43: Es hat kein so groß Theater oder diesen Bühne gegeben, wie das heutzutage vorhanden ist auf die Kreuzfahrtschiffe, weil es war ja wirklich ein auswendiger Schiff.
00:05:54: Es hat viele Amerikaner waren am Board und ich habe dann schon meine ersten Englischkendle sehr wenig praktiziert und habe dann gelernt, dass man nicht gesagt, man geht jetzt in den Cinema, sondern let's go to the movies.
00:06:08: Es gab also ein kleines Kino dann am Bord und ich habe dann den Film James Bond Doctor Now gesehen.
00:06:15: Also das war so aufregend und wenn ich den heute sehe, denke ich immer daran, wo ich den das erste Mal gesehen habe.
00:06:23: Ja, es hat da eine Kirche gegeben und der Pfarrer für diese Reise war sogar der Schwacher von unserem damaligen Wassertrüdinger, Bürgermeister Beck.
00:06:34: Und da sind wir extra von meiner Abreise noch nach Stampern zu ihm gefahren.
00:06:39: Und dann haben wir uns einander vorgestellt, das wollte mein Vater, damit ich ja sicher da lieber komme und dass jemand, wenn er auch auf mich hat, auf dem Schiff, aber ... Ich bin natürlich nicht so oft in die Kirche und hab da nicht vorkappt, dass ich jetzt da bin.
00:06:55: Ich hab da was anderes gewusst, was ich machen könnte.
00:06:59: Ja, die Seefahrt vom Bremerhaven nach Saushemden, die ging eigentlich ganz gut.
00:07:03: Auch zwischen Saushemden und Scherburg, da bin ich dann sehkrank geworden.
00:07:07: Und da hat man gesagt, man muss an die frische Luft gehen.
00:07:10: Und so bin ich natürlich viel im Liegestuhl gesessen.
00:07:14: Als wir dann von Scherburg aus weitergesägelt sind, da war dann wieder alles okay.
00:07:20: Ach ja, und dann was für eine Skyline New York, mein New York und das Empire State Building und das Kreisler mit seinen siebenen Dachetagen.
00:07:32: Ach, das war so, wie ich es immer mir erträumt habe.
00:07:36: Wir haben dann unter Quer die Valanzano-Brücke, links war Staten Island, wo früher alle Auswanderer registriert und untersucht worden sind.
00:07:45: Dann vorbei an der Freiheit-Stadue und dann den Hatzen auf zum Pier.
00:07:51: Ich glaube, es war sixer, vierzig, wenn man nicht alles täuscht.
00:07:55: Und es war so heiß, es war August und es war so fürchterlich heiß.
00:08:02: Ja, ich bin dann vom Bord gegangen und dann habe ich das erste Mal richtig Muffis außen gehabt, weil ich mir dann gedacht habe, um Gottes Willen, wenn jetzt die Leute nicht da sind und ich bin dann erlernst, was mache ich dann?
00:08:15: Ach, dann habe ich einen Priester auf einem Koffer sitzen sehen und habe mir gedacht, ja, wenn alle Stücken reisen, die Köche würde ich schon immer helfen.
00:08:25: So, das ist jetzt mal Teil zwei und Teil drei kommt
00:08:40: schon.
00:08:42: Irgendwann demnächst, gell?
00:08:47: Hat's euch gefallen?
00:08:59: Kostet nichts, ist kostenlos.
00:09:02: Und Sie sind sofort nächste Woche mit der neuen Folge dabei von Magas bralle blaue Taschen Podcast.
00:09:09: Bis dahin, sag ich tschüss.
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