Drei Pfarrer, ein Glaube, viele Geschichten
Shownotes
In dieser Folge habe ich drei bemerkenswerte Geistliche zu Gast, die offen und humorvoll über ihre Berufung, familiären Alltag und die Herausforderungen in ihren Gemeinden sprechen. Wir plaudern über den Wandel der Ökumene, den Spagat zwischen Kirche und Familie sowie über die kleinen und großen Fragen, die das Dorfleben rund um den Hesselberg bewegen. Von lustigen Anekdoten bis zu ernsten Gesprächen über Glaubensverlust und Kirchenbindung – hier kommt alles auf den Tisch. Als Gastgeberin nehme ich Sie mit in eine Welt, in der Tradition und Wandel Hand in Hand gehen. Hören Sie rein, wenn Sie wissen wollen, wie Kirche heute wirklich gelebt wird – und warum manchmal auch eine schweinische Verlosung für die Orgel sorgt.
Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK)
Brot für die Welt
https://www.brot-fuer-die-welt.de/
Ökumene
https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kumene
Wiegleb-Orgel Ansbach
https://de.wikipedia.org/wiki/Wiegleb-Orgel_(Ansbach)
Priesterweihe (katholische Kirche)
https://de.wikipedia.org/wiki/Priesterweihe
Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern
https://www.bayern-evangelisch.de/
Katholische Kirche in Deutschland
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00:00:10: Ja, hallo hallo, herzlich willkommen zu Magas Braller Blautattasche Podcast und wir sind heute
00:00:17: mit
00:00:18: einer riesen Stammbesetzung hier.
00:00:21: Maga hat sich drei Männer eingeladen.
00:00:23: Und diese Männer, die sind wirklich sehr, sehr interessant.
00:00:26: Und die Marga, die stellt sie jetzt gleich vor.
00:00:28: Aber ja, ich habe drei ganz wichtige Männer.
00:00:32: Ich habe nämlich heute Ehre, ein Triumphirat begrüßen zu dürfen, bestehend aus drei Frommenhann.
00:00:39: Nämlich den jüngsten geistlichen Rund um den Hesselberg.
00:00:44: Und die ist auf ökumenischer Basis.
00:00:48: Wie gut, dass die Ökumenien uns schon seit vielen Jahren fleißig praktiziert wird und diese Konfessionsfeindschaften, die es früher viel gegeben hat, endlich vom Tisch sind.
00:01:00: Ökumenie, das kommt aus dem Griechischen und bedeutet die ganze bewohnte Erde.
00:01:06: Die frühen Christen haben das umschrieben und damit die ganze Kirche gemeint.
00:01:12: Viele Menschen denken aber dann vor allen Dingen das Verhältnis zwischen katholisch und der protestantischen Kirch.
00:01:19: Aber das geht deutlich weiter in die Tiefe und betrifft eine generell auch ganz viele andere weitere christliche Konfessionen.
00:01:29: Dabei geht es jetzt nicht nur kulturell und nationale Gemeinschaften zu pflegen, gemeinsam zu feiern, vom Glauben zu erzählen und den Eintracht gemeinsam zu handeln, sondern auch Migrationskirchen mit unterschiedlicher Sprache und Herkunft mit einzubeziehen.
00:01:47: Als weltverantwortlich für die mänische Diakonie ins besondere Brot für die Welt wahrgenommen, das kennt jeder.
00:01:55: In Deutschland ist das Gute miteinander der vielen unterschiedlichen Konfessionen in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen-ACK bundesweit zu verzeichnen.
00:02:07: Ja, darin hat sich wirklich viel getan.
00:02:10: Ich denke da an meine Oma, die hat immer gesagt, wenn man früher auf den Tanzboden gegangen ist, dann waren die katholischen Mädchen immer ganz farbenfroh anzogen und die protestantischen waren immer sehr schlicht, also sehr viel einfacher.
00:02:28: Und da haben dann schon die Böschen gleich erkannt, welches Gesangbuch dahinter steckt.
00:02:33: Ja, so hat sie immer gesagt.
00:02:35: Es gab früher, oder es gibt heute noch, viele Ortschaften, die sind vorwiegend katholisch und die anderen wieder evangelisch.
00:02:43: Und es gibt auch Orte, wo man z.B.
00:02:45: Häuserstraßen hat.
00:02:48: Und da sieht man sofort die katholische und evangelische Seite.
00:02:52: Z.B.
00:02:53: wenn man nach Oeddingfer, das ist bloß zehn Kilometer südlich von uns, Das sind auf Anerstrassenseite ganz brave, aber durchaus schöne Giebelfronten.
00:03:02: Und das ist die evangelische Seite.
00:03:04: und auf der anderen Seite sind die Häuser mit reichlich Fachwerk versehen.
00:03:09: Und das ist dann die katholische Seite.
00:03:13: Ja, nun habe ich ja, wie ich schon angekündigt habe, drei erlauchte Gäste.
00:03:18: Ich habe in Herrn Pfarrer Brechtl, Simeon Brechtl, evangelisch aus Wittelshofen, dann in Herrn Pfarrer Christian Tellert, auch evangelisch aus Geräuffingen und Herrn Pfarrer Hochwürttin Ulrich Schmidt, katholisch aus Wassertrüdingen.
00:03:35: Ich grüße Sie alle drei ganz herzlich zu einer ökumenischen Zusammenkunft in meinem Haus.
00:03:42: Für unsere Podcast ist es von ganz großer Wichtigkeit, immer wieder interessante Persönlichkeiten einzuladen und über deren Wirken zu plaudern.
00:03:52: Und nun ist es mir tatsächlich gelungen, die drei jüngsten Geistlichen rund um den Hesselbach einzuladen und sie zu bitten, unseren Interview zu geben.
00:04:03: Und es ist mir wirklich geglückt und ich bedanke mich ganz herzlich für Ihr Kommen.
00:04:10: Vielen Dank, die Freude ist ganz auf unserer Seite.
00:04:13: Schön, hier zu sein.
00:04:14: Herzlichen Dank für die
00:04:15: Einladung.
00:04:16: Das ist schön.
00:04:17: Ja, ich mache jetzt das mal ein wenig so der Rei nach durch.
00:04:20: Es sind ja drei standene Manspieler.
00:04:24: Ich fange jetzt einmal an, Minham Farah, Simeon Prechtl.
00:04:29: Also normalerweise kennt man ja das griechische Simon, dagegen kaum die hebräische Version Simeon.
00:04:36: Das bedeutet, er hörte.
00:04:38: Ihre Eltern haben Ihnen so einen markanten hebräischen Namen gekannt.
00:04:42: Wie kam es dazu?
00:04:45: Ja, das lag an einer Vorliebe für das alte Testament bei meinen Eltern und für Namen aus der Bibel generell oder auch aus dem alten Testament.
00:04:53: Aber der Name hat auch meiner Mutter einiges an Koma bereitet, weil er in der Zeitung immer falsch gestanden war, wenn man mal zum Beispiel in der Grundschule an Ehrenwimpel beim Fahrrad.
00:05:04: Prüfung bekommen hat, dann stande da Simon statt Simon
00:05:08: drauf.
00:05:08: Und das hat sie immer ein bisschen
00:05:10: geärgert.
00:05:11: Ja, das glaube ich auch.
00:05:13: Ist Ihnen damit die Berufung schon in die Wiege
00:05:15: gelegt von
00:05:16: irgendwie ein wenig, dass Sie mal in die Spatte geistlicher tendieren?
00:05:22: Oder können Sie sich das denken?
00:05:27: Ja, ich denke schon, also dass das
00:05:30: schon gewollt war.
00:05:31: So eine Tätigkeit als Fahrrad da.
00:05:34: braucht es eine Berufung und diese Berufung, die entfaltet sich Stück für Stück.
00:05:39: Die war nie von Anfang an offen zu Tage.
00:05:42: Aber ich denke, dass der Grundstein gelegt wurde durch die Erziehung der Eltern und vielleicht auch durch den Namen.
00:05:50: Aber dann kamen noch verschiedene andere Erlebnisse hinzu.
00:05:54: Das ist schon mal schön, ne?
00:05:56: Ja, in einem feierlichen Gottesdienst wurden sie am ersten Zehnten, im Untermichelbach von der Regionalbeschiff in Gisela Bonowski ordniert, also zum Pfarrer ernannt.
00:06:09: In ihrer Predigt verwies sie dann auf die Aufgabe vom Pfarrern und Kirchengemeinden, Menschen gewinnen, zum Glauben einzuladen.
00:06:20: Dabei könnten durchaus einmal ganz neue Wege bestritten werden.
00:06:24: Und das ist ein guter Satz, der viel offen lässt.
00:06:28: Und das war eine ganz tolle Sache, was sie da von sich geben
00:06:33: hat.
00:06:34: Sie kommen ja aus Mainfranken, ich meine aus Wiesenbrunn.
00:06:39: Schöne Weingegend, stimmt das?
00:06:40: Ja, das ist
00:06:41: wichtig.
00:06:44: Die Rotweininsel wird das drauf
00:06:46: angefangen.
00:06:47: Ja, ja.
00:06:49: Haben Sie sich jetzt eine Pfarrstelle aussuchen dürfen?
00:06:52: Oder haben Sie ein paar ... Ich bin ja zur Auswahl gehabt, Pfarreien.
00:06:57: Das ist ja meine erste Pfarrstelle hier am Hässelberg in Wittelshofen.
00:07:01: Und diese sogenannte Probedienststelle, die wird einem ... zugewiesen, aber aus einem gewissen Stellenpool, wo man Vorlieben angeben konnte.
00:07:10: Also doch, also hat man doch vielleicht ein wenig Schokolade.
00:07:13: Genau, man hat mit Einfluss auf die Auswahl der Stelle, aber am Ende wurde sie mir zugewiesen.
00:07:20: Und sie sind glücklich da, oder?
00:07:21: Ja, sehr glücklich.
00:07:22: Das glaube ich schon.
00:07:23: Sie machen einen ganz glücklichen Eindruck auch.
00:07:27: Sie sind ein junger Mann, glücklich verheiratet und Papa von fünf Kinderli.
00:07:31: Also das ist Respekt.
00:07:33: Und da ist bestimmt Lehm im Haus.
00:07:35: Und da gibt es bestimmt eine oder andere Bewegung.
00:07:39: So wird es schon
00:07:41: sein.
00:07:41: Das wird schon am Frühstück diskutiert.
00:07:43: Ich weiß nicht, ob ich da wenig ausholen darf, aber wir haben jetzt die Schwierigkeit, dass unser Caterer, der das Essen macht für den Kindergarten, absagen muss, ab dem Januar, weil er keinen Kochen mehr hat.
00:07:54: Er kommt auch schon an den.
00:07:55: Und jetzt haben wir diskutiert, wer könnte dann für uns Kochen oder Essen bringen?
00:07:59: Und dann sind wir am Frühstückstisch darauf gekommen, jetzt können wir freiwilliger machen.
00:08:02: Dann habe ich meinem zehnjährigen Sohn gesagt, der Zivildienst beziehungsweise der Wehrdienst kommt wieder und dann war er ganz entrüstet und wir hatten beim Frühstück so eine Diskussion darüber, ob er irgendwann mal zum Bund muss oder Die Wilddienstleiste.
00:08:15: Also, da ist was los.
00:08:16: Da ist was los.
00:08:17: Da machen die manchmal ein Meusel spielen.
00:08:19: Ja, bestimmt.
00:08:21: Wie bringt man jetzt eine Großfamilie und seine Berufung zum Kirchenamt alles unter den Hut?
00:08:26: Das ist ja viel zu ...
00:08:29: Ja, gar nicht.
00:08:30: So ist es.
00:08:33: Ich meine es wirklich.
00:08:34: Das ist vorprogrammiert, dass man da an die Grenze kommt und ich auch darüber hinaus.
00:08:41: Ich glaube aber, dass man ... im Scheitern, die Gnade Gottes erkennt.
00:08:47: Und
00:08:47: so gehört auch das Wahrnehmende der eigenen Grenze und auch dessen, dass man es nicht so schafft, wie man gerne will, ist auch wiederum heilsam, weil es uns zeigt, da, wo wir nicht mehr weiter können, da hilft uns Gott.
00:09:00: Ja,
00:09:00: hilft uns, liebe Gott, genau.
00:09:02: Das haben Sie schön gesagt, ja, so soll es sein und so ist es auch.
00:09:07: Wie groß ist jetzt Ihr Gemeinde?
00:09:09: Und was haben Sie alles verpasst, die Sie noch betreuen müssen?
00:09:14: Wie Sie so schön gesagt haben mit den fünf Kinderlied, das passt dazu den Gemeinden.
00:09:17: Also ich habe fünf Gemeinden und fünf Kinder.
00:09:21: Und die fünf Gemeinden sind von Wittelshofen, wo ich selber dann auch wohndüre, Obermichelbach, Untermichelbach und Dorfgematen.
00:09:29: Ach gut, das gehört alles dazu.
00:09:30: Das sind
00:09:31: die fünf Dörfer, es sind ungefähr tausend zweihundert Gemeindeglieder.
00:09:35: Ja, das hätte ich jetzt gleich gefragt, wie viele Schäfchen Sie da haben.
00:09:38: Nicht auf mehr als sagen Schäfchen, können Schäfchen.
00:09:41: Ja, da sind schon ganz schön viel.
00:09:43: Und da muss man ja dann Geburtstag hin und muss Beerechung kontrollieren und alles, was halt alles dazu wird.
00:09:50: Ja, da ist schon was.
00:09:53: Gibt es eigentlich fleißige Kirchgänger, wenn sie immer jeweils da ihr Kirch halten?
00:09:58: Oder beschränkt sie das wieder bloß auf die Feierdach?
00:10:03: Es gibt schon Leute, die sind regelmäßig da.
00:10:06: Also da bin ich sehr dankbar und weißer zuverlässig.
00:10:09: Die sind da und mit denen kann man dann natürlich auch anders umgehen und man geht gemeinsam ein Stück auf dem Weg des Glaubens.
00:10:16: Trotzdem könnt es natürlich bei mehreren zu sein, dass sie nicht nur sporadisch kommen, sondern regelmäßig.
00:10:23: Ja, freilich.
00:10:26: Man will immer gern sein Köchler voll haben.
00:10:29: Das ist schon klar.
00:10:31: Was wäre jetzt ein ganz wichtiges Ziel für Sie in Ihrer Gemeinde?
00:10:35: Was ist da so?
00:10:38: Was könnte es sein?
00:10:40: was sie gern hätten.
00:10:43: Das erzielt, dass die Menschen ihren Halt in Jesus Christus finden und erkennen, dass der Glaube ihnen im Leben ein Fundament gibt, was sie trägt.
00:10:55: Ja.
00:10:55: Hier und bis in die Ewigkeit.
00:10:57: Das ist schön.
00:10:58: Das haben sie wunderbar gesagt.
00:10:59: Ja.
00:11:00: Und was ist jetzt zum Beispiel ein ganz persönliches Ziel?
00:11:05: Wäre da mal Dekan oder Bischof so?
00:11:09: Kann man da ein wenig aufsteigen?
00:11:10: Ja, doch sicher, oder?
00:11:12: Ja, mein Ziel ist, dass ich das mache, was ich in der Ordination versprochen habe, nämlich, dass ich für die Leute da bin, ihnen predige und die Sakramente reiche und sie begleite.
00:11:23: Ja, das haben Sie wunderbar gesagt.
00:11:24: Ich bedanke mich mal ganz herzlich in der Zwischenzeit bei Ihnen.
00:11:28: Ja, jetzt komme ich ja mal zum Herrn Vater Christian Tellert.
00:11:33: Der sitzt jetzt gegenüber von mir und der kommt aus Leutzdorf und das ist bei Schwabach.
00:11:40: Und sie sind in der St.
00:11:43: Johanneskirche, in Aufkirchen, das ist zum Dekanat Wasserdrüdingen, am zwölften März, im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr Sie als junger Pfarrer, Sie haben also die Kirchengemeinden Gerolfingen auf Kirchen und sogar Arnold den Heselberg dazu, ne?
00:12:05: Das kann Arnold dazu in Kirchendach, ne?
00:12:07: Der Kirchendach kippen wir jetzt nicht, aber der Heselberg ist großen Teil in Kirchendach so gemagert,
00:12:13: Gerolfingen
00:12:14: dazu.
00:12:16: Ja, und die Regionalbeschiffin Gisela Banowski, die hat sie auch recht gelobt und hat gesagt, dann hat sie als einen sehr geistlichen Menschen wahrgenommen.
00:12:26: Wie kam es jetzt bei Ihnen zu Ihrer christlichen Berufung?
00:12:30: Wie ist das?
00:12:31: Hat es da ein bisschen Frommelwürzeln in der Familie gegeben oder irgendjemand?
00:12:37: Sicherlich, wie ist das Ihnen gerade beschrieben?
00:12:40: Was ist, was wächst und was in
00:12:42: der Familie aufwärts?
00:12:43: Was schon mal der Haus war,
00:12:45: ne?
00:12:46: Ja.
00:12:46: Aber ich komme jetzt nicht aus einer Pfarrfamilie oder
00:12:48: so,
00:12:48: wo das alles vorgeben wäre.
00:12:50: Ich habe nach dem Abitur in Würzburg studiert, erst Lehramt, Mathematik und Latein und wollte bewusst an Beruf haben, wo ich nicht hauptamtlicher Christ bin.
00:13:03: Und dann habe ich im ersten Semester gemerkt, dass das mit Martin nix wird und habe dann geschaut und überlegt.
00:13:08: was sich als alternatives Fach machen könnte.
00:13:11: Und hab dann da Rally dazu gewonnen.
00:13:14: Das war so der erste Turn, wo es dann doch mehr Richtung Glaubenleben auch im Beruf ging.
00:13:20: Und
00:13:20: nach fünf weiteren Semestern hatte ich mal was gelesen, dass die Landeskirche Pfarrer sucht.
00:13:27: Weil einfach ein Haufen in Ruhestand gehen und dass da
00:13:30: ein Not und
00:13:30: Mangel ist.
00:13:32: Und das war so eine externe Berufung, wo ich neu ins Grübeln kam.
00:13:36: ob Gott mich an der Stelle gebrauchen kann.
00:13:39: Also von mir aus hätte ich es nicht gemacht, weil ich jetzt wahrscheinlich Lateinlehrer und Rallylehrer, aber weil es die Not da gab oder immer noch gibt, dass die Fahrer fehlen und mir bewusst wurde, dass Gott mich da gut gebrauchen kann.
00:13:50: Das ist doch wunderbar.
00:13:52: Schauen Sie an.
00:13:53: Das ist ganz toll, ja.
00:13:55: Sie sind ja auch verheiratet und Sie sind Papa von zwar Döchter, habe ich gehört.
00:14:01: Und haben Sie sich hier fast so aussuchen dürfen, dass das im engeren Rahmen ist?
00:14:09: Nach dem Studium waren wir in Mönzrod, die Karriad.
00:14:13: Das ist wie bei der Lehre des Referendariats, zweieinhalb Jahre bei uns.
00:14:17: Und
00:14:18: danach konnte man Wünsche angeben, in welche Region es gehen soll.
00:14:23: Es hätte auch die Option geben, auf der Wikariatsstelle zu bleiben.
00:14:27: Dann hat die Regionalwäsche für ihn gesagt, doch mal ins Dekanat Wasserdrüdingen, da gibt es gerade recht viele freie Stellen.
00:14:33: Das wäre ihr fast lieber, dass man dahin geht
00:14:35: und dann ginge ich letztlich mit Geld.
00:14:38: Naja, die sitzen am Fuß vom Hässelberg.
00:14:40: Wunderschön.
00:14:40: Wunderschön.
00:14:41: Echt wahr.
00:14:42: Ja, das ist sehr schön.
00:14:43: Wie viel Schäfchen haben wir jetzt?
00:14:45: sieht dann?
00:14:48: Auch schön, ja doch, das ist auch schön.
00:14:51: Sie haben ja einen enormen Bekanntheitsgrad aufgrund ihrer Idee mit der Orgelsanierung.
00:14:57: Ja, die haben eine ganz besondere Orgel in Aufkirch und das ist ein Barock-Orgel aus den Sechzehnten, Sechzehnhundertdreiher Sechzig und die muss man unbedingt erhalten, das ist so ein Prachtstück.
00:15:11: Und das ist natürlich eine teure Angelegenheit.
00:15:13: Und wie sind Sie jetzt auf die Idee einer schweinischen Verlosung gekommen?
00:15:18: Ich sage das jetzt so locker vor mich hin, weil ich habe ja Weinbruch geschrieben, das heißt Weinschweine rein, darum ist man das schweinische Einleger, wenn vertraut.
00:15:27: Jetzt, wie ist das dazu gekommen?
00:15:28: Es handelt sich, glaube ich, um drei angemessene Sugerli, die da versteichert werden.
00:15:33: Ist das richtig?
00:15:34: So ist es.
00:15:34: Aber ich würde gerne mal kurz bei der Auge bleiben, weil die Auge
00:15:37: waren.
00:15:37: Ah, ja, gerne, ja, gerne.
00:15:38: Sehr gerne.
00:15:40: Das ist schon vor zwanzig Jahren losgegangen, wo ich gemerkt habe, in einem heißen Sommer, dass die nicht mehr so taugt, wie sie sollte, weil da manche Dichtungen nicht klappt haben.
00:15:48: Und das ist die älteste Barock-Orgel Süddeutschlands.
00:15:51: Also noch älter als die Wiegleb-Orgel in Ansbach und eigentlich echt Nivell.
00:15:57: Und das ging damals schon los.
00:15:58: Da gab es eine Orgel-Bauförderverein, also die kirchliche Seite und die gemeindeseite.
00:16:02: Da haben sie zusammengeschauen und zusammen, die Vagarin Katharina Chemnitzer hat auch ganz viel gesammelt, gerade in den ersten Jahren.
00:16:08: Und dann hat es halt immer wegen nach hinten gezogen, es gab viele Diskussionen, welche Art und Weise sie renoviert wird.
00:16:14: Und jetzt ist letztlich soweit, dass mal vorgegangen wird, die der Gehrhäuse, die Verträge noch unterschrieben und dass momentan in Lea ist, in Norddeutschland und restauriert wird und hoffentlich nächstes Jahr ein Ende Dank feierlich eingeweiht wird.
00:16:28: Also die ist jetzt beim Restaurieren die Art und Weise?
00:16:31: Genau, ja, eineinhalb Jahre.
00:16:33: Aber das hat auch ein Haufen Geld, ne?
00:16:35: Immer noch, immer noch.
00:16:37: Es fehlen noch knapp hunderttausend.
00:16:39: Wo kriegt man die her?
00:16:41: Da muss man nur ein wenig Zuckerli versteichern.
00:16:43: Oder
00:16:43: wir spielen halt später Poker.
00:16:44: Das
00:16:46: Spielpark ist ja nicht weit.
00:16:47: Das Spielpark ist nicht weit.
00:16:49: Ja, ja.
00:16:51: Das ist ja schon toll, ne?
00:16:53: Ne, um die Schweine, das ist ganz schnell gesagt.
00:16:55: Das haben wir schon mal gemacht vor zwei Jahren.
00:16:56: Und im Fakaten haben wir Eizäulen.
00:16:58: Das war ja früher
00:16:59: ganz üblich.
00:16:59: Ja, das haben wir alles gelesen.
00:17:00: Das ist die Pfarrer
00:17:01: an Schweinen oder halt ...
00:17:03: Freilichen, Naturallien, Kaltenhau.
00:17:04: Ja, freilich.
00:17:06: Und an die Idee haben wir anknüpft.
00:17:07: Und das gibt es ja auch im Minnesota oder in anderen Dörfern, dass beim Schützenverein oder an der Kerbe oder was das auch verlost wird.
00:17:13: Das finde
00:17:13: ich ganz grandios.
00:17:16: Das finde ich schön.
00:17:18: Also, ich habe ja das schweinische Weinbruch geschrieben.
00:17:20: Also, wenn wieder Verlosung ist bei euch, dann spendiere ich ein paar Bücher.
00:17:25: Die dürfen es dann mit versteichern.
00:17:27: Weil es ist ja so, wenn es ums Geld geht, das stinkt ja nicht das Geld.
00:17:33: Da gibt es ja den Satz, Becunian und OLED.
00:17:35: Das hat der alte Kaiser Westbassian schon zu seinem Sohn Titus gesagt.
00:17:40: Da ging es um Orinsteuer.
00:17:41: Also, wenn es ums Geld geht, das Geld stinkt nicht.
00:17:43: Also, kommen wir das schon nicht mehr, ne?
00:17:45: Und dann tu ich was Gutes für euer Orgel.
00:17:47: Und für mein Sehenheit, weil ihr so schlechte Kirchgängere bin, was?
00:17:51: Und er denke immer, mein Vater, das war so Unikum und der Jächer, und der hat immer gesagt, man glaubt, der Jächer sei ein Zünder, weil er nicht oft zur Kirche geht.
00:18:01: Im stillen Wald, ein Blick zum Himmel ist besser als ein Falschgebet.
00:18:06: Ja, das hat er immer gesagt.
00:18:08: Was ist bei Ihnen jetzt ein wichtiges Ziel so für Ihr Gemeinde und so Ihr ...
00:18:14: dass die Menschen in die Kirche gehen.
00:18:15: Dass
00:18:15: die Menschen in die Kirche gehen,
00:18:17: ja.
00:18:17: Um keine Sprüche oder Auslebn finden, warum sie nicht gehen müssen.
00:18:23: Klar, als evangelischer, da schreibt man uns auf die Freiheit ganz groß und das hat in den letzten Jahrzehnten oder schon noch länger her, aber wegen dazu geführt, dass wir uns rühmen, frei zu sein, um den Anschein zu erwecken, dass wir es nicht nötig hätten, Gemeinschaft zu pflegen und im Glauben zu wachsen.
00:18:38: Das ist
00:18:39: doch schön.
00:18:41: Genau.
00:18:41: Und das zu pushen oder das zu erleben oder das Geschenk zu bekommen in den Gemeinden, dass Leute kommen und gemeinsam feiern.
00:18:50: Und Erweckung ist zwar ein altes Wort, aber mir gefällt es gut, weil es geschenkt ist, dass sich in der Gemeinde und der Gemeinschaft was erlebt und Menschen sich Jesus Christus zuwenden von ganzem Herzen.
00:19:02: Wunderbar.
00:19:03: Ja, das haben sie jetzt auch wieder so schön gesagt.
00:19:05: Ja, wunderschön.
00:19:07: Ja, was ist ihr persönliches Ziel?
00:19:10: Gibt es dort dann auch mal so... Was wird man dann?
00:19:15: Dekant, glaube ich, mal zerstören?
00:19:16: Nee,
00:19:17: die kann ich nicht.
00:19:18: Nicht?
00:19:18: Was dann?
00:19:20: Ich glaube nicht, dass ich da jetzt groß war.
00:19:21: Nicht?
00:19:23: Nein, vielleicht auch mal Bischof oder so.
00:19:25: Nicht, auch nicht.
00:19:27: Oh Gott.
00:19:28: Ja, also bedanke ich mich ganz herzlich.
00:19:31: Sie haben auch meine Fragen alle schön beantwortet und haben auch selber wegen was dazu beitragen, dass man sehr viel von Interesse war.
00:19:41: Und jetzt komme ich zum Herrn Pfarrer, zum Hochwurden.
00:19:43: Ulrich Schmidt und der ist katholisch und kommt aus Wasser Trüdingen.
00:19:50: Ich komme aus der Oberpfalz, aus Reichertshofen, bei Neumarkt.
00:19:56: Und ihr Primit, die war ja im April, und es ist mir zu Ohren gekommen, das war damals unwahrscheinlich für die Leute.
00:20:05: Also die, da waren, ich will nicht sagen, wie viel, aber ein Haufen waren auf jeden Fall, die ihnen einfach zählt haben, ja.
00:20:13: Das Lösungsfoto hat damals alles, was atmet, lobe den Herrn.
00:20:19: Was ist das schon für ein toller Begnade der Spruch?
00:20:22: Das muss ich wirklich sagen.
00:20:25: Wird man jetzt dann nach der Prämiz gleich Pfarrer oder Vika oder Kaplan?
00:20:30: Wie ist da ein wenig so die Hierarchie in der katholischen Kirche?
00:20:34: Von der Hierarchie wird man als erstes Kaplan und kommt in eine Vorstelle.
00:20:39: Als Kaplan wird man dazu geteilt.
00:20:42: Das darf man sich nicht frei aussuchen.
00:20:44: Das wird einem beim Weihemal nach der Priesterweih wird einem das verkündet.
00:20:50: Da bin
00:20:51: ich ja dann schon nach Westmittelfranken gekommen, nach Bechhofen, Großenriedburg,
00:20:55: Oberbach.
00:20:55: Ja, das stimmt, das weiß ich ja.
00:20:57: In der Zeit habe ich dann die Ausbildung gemacht und nach zwei Jahren die Prüfung abgelegt und war dann Pfarr-Vika.
00:21:04: In derselben Stelle noch, war da vier Jahre dort.
00:21:07: Und dann ist Wassertrödingen freigeworfen.
00:21:09: Dann
00:21:09: ist Wassertrödingen und sie sind happy there.
00:21:12: Sehr.
00:21:13: Das ist schön.
00:21:15: Da haben wir damals die Zeitung geschrieben und der Gemeindepri vom Gartenbauingenieur zum Priester.
00:21:22: Wie ist jetzt die Berufung zum Priester zukommen und was beinhaltet das letztendlich?
00:21:29: Das hat ja zu liebaten.
00:21:31: Also keine Frau an ihrer Seite und kann nachkommen.
00:21:35: Fehlt sowas manchmal nicht schwer?
00:21:38: Also wie es zu meiner Berufung gekommen ist, ich habe ja ganz normal die Hauptschule gemacht und dann erstmal eine Lehre gemacht zum Kaufmann im großen Außenhandel und Fachabitur nachgeholt.
00:21:48: Dann habe ich in Wein-Steffan-Gartenbau studiert und da war ich dann im sechsten Semester also kurz vor Schluss und da kam dann die Berufungsfrage mit dazu.
00:21:58: Ich hatte damals eine Freundin und wir haben eigentlich vorgehabt, wenn das Studium zu Ende ist, dann wird geheiratet und dann bekommen wir fünf Kinder, also so wieder sieben Jahre in das Formel.
00:22:06: Schau
00:22:07: an!
00:22:08: Das war
00:22:09: immer unser persönliches Ziel, aber dann kam Gott dazwischen, also das war dann der zehnte März.
00:22:18: Das wissen Sie alles noch?
00:22:20: Das weiß ich deswegen ganz genau, weil ich in dem Moment der Heim vor einem Feldkreuz gestanden bin.
00:22:25: Das gar nicht weit von meinem Elternhaus weg ist, vielleicht zu fünfzig Meter.
00:22:29: Und da war ich da vorgestanden und wusste, dass jetzt meine Großtante gestorben ist.
00:22:33: Und das war dann wirklich so, weil es hat dann elf vor fünfzig die Glocke geschlagen vom Kirchturben.
00:22:41: Da muss man dazu wissen, dass diese Großtante uns alle im Glauben erzogen hat, also ihre Nichten und Neffen und auch uns Großnichten und Großnäffen, die war unverheiratet als Bauernmarkt bei unserer Oma mit am Hof und die hat uns wirklich religiös sehr geprägt.
00:22:59: Schön.
00:23:00: Und der habe ich, glaube ich, auch mit meine Berufung mit zu verdanken, so wie ich vielen alten aus der alten Generation diese Berufung, glaube ich, zu verdanken habe.
00:23:11: Weil es gab in jeder Generation bei uns in der Familie mindestens immer einen Priester oder mindestens eine Klosterschwester oder ein Ordensmann.
00:23:20: Ach, das ist ja interessant, das ist schön.
00:23:21: Also, aktuell lebt noch ein Cousin meines Großvaters, der ist noch Priester.
00:23:26: Und ich bin jetzt auch Priester, Klosterschwestern haben wir leider keine mehr, die sind jetzt alle in den letzten Jahren verstorben.
00:23:32: Aber das war in der Familie sozusagen schon immer grundgelegt.
00:23:36: Das, denke ich, ist schon ...
00:23:38: Ja, dann ist das schon alles so in der Familie schon so einbaut.
00:23:41: Wiesenschön ist das, ja.
00:23:44: Aber jetzt muss ich dann schon sagen, jetzt ist heute Abend gar niemand dabei, der dem so erzählen könnte, was täglich so vorgefallen ist und dem was anvertrauen könnte.
00:23:56: Und das ist auch keine dort, die sich abbusselt und Karol der Rehen auf ihren schmerzenden Rücken schmiert.
00:24:02: Das ist ein Eier, wo man eigentlich jemanden bereichert.
00:24:05: Das
00:24:05: weiß ich gar nicht,
00:24:06: ich hab das bei den Herrn von Regen so gemacht.
00:24:08: Ja, hier bestimmt.
00:24:11: Wenn die jetzt Himbeleid haben, kriegst du schon wieder Rehen drauf geschmieren mit Sicherheit.
00:24:19: Also das stimmt, ich hab niemanden im Haus, ich bin alleine, aber ich bin ja doch nicht allein, weil als Priester entscheidet man sich ja bewusst dafür, dass man nicht heiratet, dass man in Celebat lebt, dass man keine Familie gründet.
00:24:31: Und das muss ich schon sagen, das ist für mich persönlich ein großes Opfer.
00:24:35: Aber das ist ein Opfer, das ich gerne gebe, weil ich auch ein Zeichen in der Welt setzen will.
00:24:39: dass das, was wir hier haben, nur eine Durchgangstation ist, also unsere Lebenszeit ist uns gegeben, aus meiner Sicht uns auf die Ewigkeit vorzubereiten.
00:24:48: Das wissen wir selber, dass das beim einen länger oder kürzer sein kann hier auf Erden.
00:24:53: Und ich hoffe auch, dass ich noch ein paar Jahrzehnte hier sein darf, aber wissen, tun wir es nicht.
00:24:58: Und ich möchte schon auch bewusst ein Zeichen setzen, dass auch die Ehelosigkeit um das Himmelreiches Willen noch einen Bestand hat und einen Wert hat.
00:25:08: der vielleicht von der Gesellschaft schlecht gesehen wird oder wenig wahrgenommen wird, weil die eher aus meiner Sicht sowieso sehr angefochten ist.
00:25:15: Es gibt viele Beziehungen, die auseinandergehen.
00:25:18: Es gibt viele Familien, die im Chaos leben.
00:25:21: Und deswegen finde ich es meine Berufungsentscheidung oder mein Lebensziel, das ich habe, gar nicht so verkehrt.
00:25:30: Man muss auch ein Gegenprogramm.
00:25:32: zum weltlichen Gesetzen.
00:25:34: Ja, Hochwurden Schmidt, das haben es ganz präzise gesagt.
00:25:38: Das ist wirklich ganz toll zum Nachdenken.
00:25:43: Und sollen die Zuhörer auch einmal ein wenig drüber nachdenken über das, was er gerade gesagt hat?
00:25:50: Ja, man hört ja, dass alle Kirchgängerinnen bei ihnen gebannt an ihren Lippenhänger und sie anhimmeln.
00:25:57: Und das kommt nachzuordnen.
00:25:59: Ich meine, ich bin ja von Wasserdrüding.
00:26:00: Sie sind ein gut aussehender Mann und erwartet nicht am evangelischen Kirchenfasching.
00:26:07: In der Büttenred sind sie quasi mit dem Bad der Reif, der Brikassat und die Donnenvögel verglichen worden.
00:26:13: Das ist mir auch zu Ohren gekommen.
00:26:16: Ja, sehr schön.
00:26:19: Und was sagt man jetzt eigentlich ganz, was ich trinke, sagt der katholische Hochwirk ist der best rest man in town.
00:26:26: Ja, mag sein.
00:26:28: Also ich leg viel Wert auf mein äußeres und vor allem auf Kleidung.
00:26:31: Meine Devise ist die, das Leben ist zu kurz, um sich schlecht zu gleiten.
00:26:36: Und man muss gut angezogen sein.
00:26:38: Man weiß ja nie, was kommt.
00:26:39: Ja, das ist schon wahr, das ist schon wahr.
00:26:42: Aber das ist ja nicht verwunderlich.
00:26:43: Bei dem ist ja die Mark noch markwert und nicht bloß fuchtspfennig.
00:26:47: Die evangelischen Pfarrer, die haben Frauen und puppetierende Töchter.
00:26:51: Ja, da ist Make-up und schicke Fummel und lautes.
00:26:54: Das geht ins Geld und jetzt das Kindergeld auch nicht viel.
00:26:58: Ja, da kannst du ja alles leisten, das ist mir schon klar.
00:27:03: Also, ich habe ja die Ehre gehabt, hochwerten Schmidt, einmal kennenzulernen vor einigen Jahren, und zwar war das auf dem Adventsdorf.
00:27:12: Also, das ist so junger, gut aus in der Mannamal standkommen.
00:27:16: Ich habe von Deutsch-Fransösischen Freundeskreis, habe Weinbergschnecken zum Kosten am Boden.
00:27:22: Und dann habe ich gesagt, gehen wir mal her, junger Mann, und probieren es einmal hier wegen der Weinbergschnecke.
00:27:28: Und dann sagt das... Nein, ich soll jetzt nicht mehr sagen.
00:27:33: Er hat gesagt, was?
00:27:34: Er hat gesagt, soll ich Schnecken checken?
00:27:37: Habe ich gesagt, Sie checken jetzt mal Schnecken?
00:27:41: Oder haben wir so eine lustige Unterhaltung gehabt?
00:27:44: Also immer so hin und her und zur Kasperrei.
00:27:47: Also, jetzt ist dann jemand gekommen und sagt, grüß Gott, Herr Pfarrer.
00:27:51: Habe ich gesagt, wer sind Sie?
00:27:53: Ja, ich habe gesagt, er ist der katholische Pfarrer.
00:27:56: Ja, da bin ich ja gleich vom Hocker gefallen und dann auch noch gleich vom Glauben.
00:27:59: Also, wir haben so eine gaudige Karteu.
00:28:02: Ja, das war so schön.
00:28:05: Ich habe gehört, Sie machen immer gern Reisen und lieben Kreuzfahrten.
00:28:09: Warum eigentlich gerade Kreuzfahrten?
00:28:12: Wenn man nicht mehr die Kreuzzüge machen kann, dann müssen wir Kreuzfahrten machen.
00:28:18: Wunderbar, also das ist ein Pomo-Six, das ist was Schönes.
00:28:22: Das gefällt mir gleich, ja, ja.
00:28:24: Ja, tragen Sie da jetzt auf dem Schiff dann zivil, weil Sie sind ja dann in Urlaub, oder haben Sie da manchmal Ihr Kolla dran?
00:28:32: Also ich bin immer als Priester erkenntlich.
00:28:34: Ach
00:28:34: ja, schön.
00:28:35: Machen Sie dann ein Schmießel an, bei uns sagt man, ich glaube ihr schmießt
00:28:37: hier.
00:28:39: Also es ist mir schon wichtig, dass man das auch sieht, dass auch auf dem Kreuzfahrtschiff Priester dabei sind.
00:28:44: Wunderbar.
00:28:45: Und da kommen ganz tolle... Begegnungen zusammen.
00:28:48: Vor allem wird man mit dem von Leuten angesprochen, die dann eigentlich ja auch noch in die Kirche gehen und eigentlich sind wir ja auch noch katholisch.
00:28:56: Aber das kennen ja die Herrn Kollegen mit Sicherheit von der evangelischen Seite genauso, dass wir als Geistliche oft Antworten auf Fragen bekommen, die wir nie gestellt haben.
00:29:08: Heißt dann eigentlich gehen wir Sonntag schon auch noch in die Kirche.
00:29:11: Ja, eigentlich ist es ein Wort, wo es gar nicht gibt, sagt
00:29:13: man mir.
00:29:14: Und von dem her, also mir ist es schon wichtig, dass ich auch als Priester erkenntlich bin.
00:29:18: Schön.
00:29:18: Und mach da wirklich nur gute und positive Erfahrungen.
00:29:23: Und es
00:29:23: gab
00:29:23: noch nie jemanden, der mich irgendwie dumm von der Seite ankacht hat, was soll jetzt das als Priester?
00:29:30: Nee, ich
00:29:31: glaube nicht, dass das irgendjemand machen.
00:29:35: Was ist ein sehr wichtiges Ziel für Sie in der Gemeinde?
00:29:41: Mein Ziel ist auch das, was die Herrn Kollegen schon gesagt haben, dass die Gläubigen oder die Menschen überhaupt wieder zum Glauben finden und dass man auch gemeinschaftlich den Glauben lebt, dass man auch aus den Sakramenten heraus was Sinnvolles für sein Leben erschließen kann.
00:29:59: Das wäre mein persönliches Ziel auch für die Gemeinde.
00:30:03: Und da bin ich nicht am schlechten Weg, weil ich sehe, dass, wenn man sich gut mit der Gemeinde identifiziert, wenn man seine Seelsorge gut macht, dann wird es auch von den Gläubigen schon wertgeschätzt.
00:30:15: Ja, das
00:30:16: auf jeden Fall.
00:30:16: Also ich kann mich nicht beschweren.
00:30:18: Wir sind eine gute Stabilipferei und sonntags sind wir nie unter sechzig Gläubige.
00:30:25: Also von dem her kann ich sagen, so schlecht kann die Arbeit nicht sein.
00:30:30: Sie sind jetzt hauptsächlich in Wassertrüdingen.
00:30:33: Müssen Sie ab und zu noch mal woanders?
00:30:37: Also wir haben es eingeführt seit ich da bin, dass wir einmal im Monat in einem der Außenorte und am Samstagabend die Vorabemisse feiern.
00:30:45: Wir haben ja zwölf Außenorte, die dazugehören, mit vierzehn Kirchen und da wechseln wir halt jedes Monat durch.
00:30:51: Und das wird eigentlich sehr gut angenommen auch von den einheimischen Vorort.
00:30:55: Weil es gibt ja in jedem Ort auch ein paar Katholiken, wenn sie auch manchmal nur fünf sind.
00:31:00: Aber sie sind da und es ist mir auch wichtig, dass die nicht nur zu uns kommen oder nach Wassertrödingen fahren müssen, sondern dass sie auch hier rausgehen.
00:31:09: Dass man das auch anerkennen, dass da eine Sinne, mit denen man sich dann...
00:31:13: Und ein schönes Zeichen der Ökomene, also das finde ich ganz gut.
00:31:17: Kommen ja die evangelischen Christen und das finde ich ganz toll.
00:31:20: Das ist
00:31:21: ganz wunderbar.
00:31:23: Wie viele Schäfchen haben Sie da?
00:31:25: Ich habe aktuell thousand, sechsohn, vierzig.
00:31:27: Ja,
00:31:27: ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja,
00:31:30: ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja,
00:31:34: ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja,
00:31:35: ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja,
00:31:38: ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja,
00:31:42: ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja.
00:31:50: Das ist jetzt nicht einfach so vor mich hin gesagt, sondern das ist wirklich mein persönliches Ziel, weil mir das ganz wichtig ist.
00:31:57: Sonst wäre meine ganze Arbeit und meine Lebensentscheidung ja nichts wert.
00:32:02: Und deswegen möchte ich, dass ich in den Himmel komme, dass ich meine Anstrengung und meine Berufung, die ich lebe und seit zehn Jahren leben darf.
00:32:10: Das ist ja auch ein großes Gnaden geschenkt, dass man noch nicht vom Glauben abgefallen ist.
00:32:15: Und
00:32:16: dass ich eben einfach das tun kann, wofür Gott mich in dieser Welt haben
00:32:21: will.
00:32:21: Das ist ein schöner Spruch zum Schluss.
00:32:24: Herzlichen Dank, Frau Schmidt.
00:32:26: Gerne.
00:32:27: Ganz nett, ganz wunderbar.
00:32:30: Ja, jetzt werde ich mal Eidrei, Herr Neving, so, ja.
00:32:35: Also es war ja so, Pfarrer und Lehrer waren ja schon immer die angesehensten Bewohner im Dorf früher und in der Stadt und dann hat man eher Feucht und Respekt und ihr Wort hat was Golden und in der Kirchsel und auch im Wirtshaus, da ist man ja dann nicht mehr ins Wirtshause-Winggang.
00:32:52: Letztes fällt ja jetzt flach, weil es gibt ja bei Gewirtschaften mehr und auch kaum einen sondächlichen Frühjob.
00:32:59: Und der bedachter, bekannter hat er mal zu mir gesagt, Ach, Madler, wir sind eh immer lieber dorthi gegangen, wo die Gebetsbühne Hängel gehabt haben, als sie ins Wurzhaus.
00:33:11: Empfinden Sie alle drei euch das an und so, dass Ihnen wirklich Ehrfeucht und Respekt und vielleicht ein Mitspracherecht gegeben ist?
00:33:20: Wie sehen Sie das jetzt so?
00:33:24: Ich glaube, es ist nicht mehr automatisch so.
00:33:26: Also es ist nicht so, dass man ... Einfach Quaramt, weil man jetzt als Pfarrer oder Priester in einem Dorf lebt, dass man deswegen den Respekt der Leute hat, sondern den muss man sich durch die Person erarbeiten.
00:33:40: Das glaube ich schon, dass sich das in großen Teilen verändert hat.
00:33:43: für die Lehrer.
00:33:45: Und die Ärzte gilt es ja übrigens auch, dass die viel mehr hinterfragt werden, indem, wie sie handeln, was sie tun und die Bevölkerung nicht einfach sagt.
00:33:53: Das ist alles klar, wie ihr sagt.
00:33:54: Aber da, wo man ... sich den erarbeitet hat und ich würde das schon für mich in großen Teilen in Anspruch nehmen, wenn die Stimme schon gehört, also wenn es da um Entscheidungen geht, gerade die, wo auch die Küche mitbetreffen, aber in Verantwortung der Kommunen sind, wie jetzt die Friedhöfe zum Teil oder auch die Kindergärten, Schulen, da wird man schon gefragt.
00:34:18: Sehen Sie das auch so?
00:34:21: Also ich sehe das ähnlich.
00:34:22: Vor allem das Wichtigste ist, wenn die Gläubigen oder die Leute vor Ort Vertrauen zu einem haben.
00:34:28: Und das muss man sich erst einmal erarbeiten, das Vertrauen.
00:34:31: Dann denke ich schon, dass unser Wort noch was gilt, das wäre auch gefragt werden als Experten oder wie auch immer.
00:34:39: Und das muss ich schon sagen, mir wird schon eher Furcht entgegen gebracht.
00:34:42: Also das ist noch nicht wirklich noch nie vorgekommen, dass mich irgendeiner blöd angemacht hat, weil ich Priester wäre oder sonst irgendwas.
00:34:51: Im Gegenteil, also das macht aber wahrscheinlich auch die Kleidung aus.
00:34:55: Man sieht ja bei mir, dass ich Priester bin.
00:34:58: Das denke ich, macht schon viel mit den Gläubigen auch.
00:35:02: Aber es ist natürlich nicht mehr so wie vor fünfzig Jahren oder vor dreißig Jahren.
00:35:07: Aber was bei mir zum Beispiel immer noch ist, wenn ich daheim in meinem Heimatort bin und ans Pfarrhaus gehe, dann kriege ich immer noch Herzrasen.
00:35:15: Das ist wirklich so, wenn ich an der Tür klingel und meinen... Ortspfarrer, mein Heimatpfarrer-Besuch.
00:35:21: Dann kommen wir vor wie so ein kleiner Bub, der an der Haustür steht und irgendwas
00:35:25: ausgefressen hat.
00:35:25: Herrlich!
00:35:27: Das finde ich ja nett, ja.
00:35:30: Was sagen Sie dazu?
00:35:31: Pfarradella, die ist das auch so?
00:35:33: Ihr Meinung, was mir jetzt da alles
00:35:35: ringt?
00:35:39: Die Leute sind voll freundlich so, den ich begegne.
00:35:41: Das ist echt schön.
00:35:42: Ehrfurcht, haben sie glaube ich jetzt vor mir.
00:35:45: nett, aber... Das bereiche ich jetzt auch nicht, dass
00:35:49: wir irgendwie
00:35:50: erfürchtig sind.
00:35:51: Also, ich habe damals ganz bewusst in der ersten Rede gesagt, mir ist es nicht wichtig, ob die meinen Namen nur kennen, wenn ich gehe nach ein paar Jahren.
00:36:00: Hauptsache, die kennen den Namen von meinem Jesus und haben den lieb und haben vor ihm erfurcht.
00:36:07: Und so vertrauen, klar, das wünscht man sich, dass das der Beziehungen wächst.
00:36:11: Ich war
00:36:12: mal...
00:36:13: Und bei einer älteren Dame zu besuchen, die war gerade krank im Bett und so.
00:36:18: Und die Tochter hat davor gesagt, Mensch, eigentlich mehr ist jetzt ins Krankenhaus und so, aber die zieht sich und will nicht.
00:36:25: Das war richtig schön, wenn ich gesagt habe, Mensch, Frau Sohn, so jetzt, hab auf, jetzt müssen wir es doch ins Krankenhaus noch besser, die Heferdauer und das hat jetzt keinen Sinn mehr.
00:36:32: Einfach mal so richtig wenig zugelitten, ne?
00:36:35: Ja, genau.
00:36:35: Und dann hast du gesagt, oh ja, Herr Pfarrer, wenn Sie das auch, dann machen wir das schon.
00:36:38: Ach,
00:36:38: schön, ja.
00:36:39: Also da, siehst du, das hat doch was...
00:36:42: Die Tochter war ganz dankbar.
00:36:43: Ja, das glaube ich.
00:36:44: Ja, doch, da hat es halt doch
00:36:45: aufgehört.
00:36:45: Aber das ist selten,
00:36:47: also
00:36:48: eher bei
00:36:48: den Eltern.
00:36:48: nur die Grüße noch so.
00:36:49: Ach, das ist jetzt schön.
00:36:50: Ja, jetzt noch mal was, was unsere Weiblichen zuhörer wahrscheinlich interessiert.
00:36:54: Also ich hatte mal eine recht interessante Unterhaltung mit einer Angestellten von einem Heiratsinstitut.
00:37:01: Man sagt jetzt der Partnervermittlung.
00:37:02: Also da ist folgendes passiert.
00:37:05: Also kurz nachdem ich mitgewohnt bin, habe ich einen Salatkopf ausblendet vom Markt und jetzt ist er in ein Zeitungspapier von einem Wochenblatt halt gewesen.
00:37:15: Und Justament war da Heiratsanase und ich schaute da drauf und da ist die genau auf mich gemünzt gewesen.
00:37:24: Marga, Witwe, dreier, siebzig gut situiert, Reise lustig, gute Kirchen, blablabla.
00:37:30: Also, mich hat Schier vom Hocker kaut.
00:37:34: Da hat sich jetzt jeder jemand ein bösen Schatzerlaub.
00:37:36: Da habe ich mir wirklich gedacht.
00:37:38: Es war aber keine Schiffernummer, sondern eine Telefonnummer angegeben.
00:37:42: Jetzt habe ich da gleich angerufen, habe ich gesagt, wie kommen Sie drauf, so eine Zeitung?
00:37:48: Na,
00:37:49: hat es gesagt, mir sind eine Partnervermittlung, es tut mir leid.
00:37:52: Also das ist ein ganz fiktiver Name gewesen und so, das haben wir halt bloß neigesetzt und das hat überhaupt nichts mit ihnen dort zu tun, auf keinen Fall.
00:38:02: Naja, wir haben dann eine richtig tolle und lustige Blauterei gehabt und sind also recht schön ins Gespräch gekommen.
00:38:09: Naja, dann war ich natürlich wegen Neigling, habe ich gesagt, jetzt will ich das schon mal wissen, was sind denn die besten Heiratskandidaten eigentlich so heutzutage für die Frauen?
00:38:19: Ja, hat's ja näher der Doktor und Ingenieur.
00:38:22: und Eid-Healer, die sind schon immer gut im Rennen.
00:38:26: Also nicht unbedingt der Metzger hat es gesagt und die Kläriker, also die Fahrleite, die sind heutzutage animer, so leicht zu vermitteln.
00:38:36: Jetzt haben sie natürlich wahnsinnig Glück, Herr Pfarrer-Brechtl und auch der Pfarrer-Dejett.
00:38:41: Sie sind glücklich verheiratet.
00:38:43: Sie haben also Tolle Partnerinnen und beim Hochwürde trifft sie eh nicht zu.
00:38:48: Aber das habe ich mir dann gedacht, das muss ich Ihnen sagen, was die da gesagt hat.
00:38:54: Er kann das dann auch sein, dass ... von den Pfaffrauen recht viel erwartet wird, dass die also korrekt und ehrbar und alles sind und dass die vielleicht da viel gemeinde Arbeit machen.
00:39:08: So hat man das früher im Kanton, die Pfaffe im Internet, dass die Pfaffrau, die war allgegenwürdig und hat sie alles mit Ei bunten und ist das heutzutage noch so verlangt oder nicht mehr so?
00:39:23: Viele haben ja ihren eigenen Job, Hane.
00:39:26: Genau, da hat sich schon sehr viel verändert, so wie sich das Verbild verändert hat mit der Berufstätigkeit der Frauen und in dem auch Frauenjabfahrerinnen werden können.
00:39:35: Jetzt seit fünftig Jahren, glaube ich, ist das jetzt in Bayern der Fall, verändert sich dann auch die Tätigkeit der Frau und auch die Erwartungen der Gemeinden verändern sich.
00:39:47: Ja,
00:39:48: genau.
00:39:49: Obwohl, man erfährt, das ist ein krisenfester Job, Aufstiegsmöglichkeit, sichere Pension und das ist in der heutigen Zeit ganz wichtig.
00:39:59: Also das muss ich schon sagen.
00:40:00: Also jetzt noch einmal, was könnte man eigentlich auch konkreten machen?
00:40:05: Oder welche Lösungen gäbe es, das ein Austreten aus der Kirche einzudämmen?
00:40:11: Das ist egal, ob evangelisch oder katholisch, es kommt leider überall vor.
00:40:16: Es ist halt so, was mich dann immer wundert.
00:40:19: Also die treten aus und dann erwarten es doch der romantische Traum und da gehört einfach ein Kirchler dazu, obwohl es ausdrehtens sind.
00:40:28: oder wenn man dann vielleicht dann doch alt und gebrechlich ist und was nicht mehr richtig weiter und dann bereuten wir es, dass man ausdrehten ist und hätte halt doch gerne ein wenig ein Zuspruch von einem Geistlichen.
00:40:41: Wie stehen Sie da dazu?
00:40:45: Was kann man da sagen?
00:40:47: sind jetzt quasi zwei Fragen.
00:40:48: Einmal, was wir
00:40:49: aktiv
00:40:50: machen wollen, könnte und würde das Gemeinden wachsen und nicht verlieren.
00:40:56: Und dann zweitens, was man mit Fällen macht, wo jemand ausgetreten ist, aber trotzdem einen geistlichen Dienst braucht.
00:41:06: Ich gerne viele Kollegen, die, wenn jemand ausgetreten ist, dass dann oft so, dass der Ehepartner, der noch in der Kirche ist und aus sehr, sehr gerlichen Gründen sich die Situation annehmen, was ja völlig verständlich ist, muss bloß kippen und ist jetzt bei uns am Land noch nicht so, wenn das zu viel wäre, dass sich dann andere Leute die Frage stehen, warum bin ich denn überhaupt noch in der Kirche und zeige euch einen Steuer, wenn ich die gleiche Leistung an Führungszeichen auch so bekäme, aber so weit sind wir jetzt noch nicht auf dem ländlichen Gebiet.
00:41:38: Aber die spannende Frage, das finde ich echt die, was macht man, wo konzentriert man sich drauf, das Gemeinde wächst.
00:41:44: Wächst,
00:41:44: ja, das ist nicht so viel ausdrehen.
00:41:47: Also wachsen kann sie schon, das habe ich stelle ich fest, wenn man zum Beispiel eine Beerdigung schön macht, dann kommt positive Rückmeldung und ich habe es jetzt auch schon ein paar mehr erlebt, dass dann wieder welche, die ausgetreten sind, wieder eingetreten sind.
00:42:01: der seelsorglichen Betreuung im Zusammenhang mit dem Todesfall von der Mutter oder vom Vater.
00:42:08: Also
00:42:08: mir hat es sehr imponiert, dass sie da wirklich gleich da waren und sich Zeit genommen haben für uns und die Beerdigung schön gemacht haben.
00:42:14: Ich möchte wieder in die Kirche eintreten.
00:42:16: Also das
00:42:16: kommt schon auch vor.
00:42:19: Und
00:42:19: das sind für mich immer diese Hoffnungszeichen, die es gibt.
00:42:23: Natürlich ist das Schade um jeden der Austritt, aber ich muss auch sagen, diejenigen, die bei uns in Wasserdrüdingen austreten, das sind alles Menschen, die ich wirklich in keiner Weise kenne, mit denen hatte ich noch keinen Kontakt über Beerdigung, Hochzeit, Taufe oder Familienfeier oder sonst was, das sind alles für mich fremde Namen und fremde Menschen.
00:42:45: Natürlich ist es Schade, vor allem sind es heute Menschen in meinem Alter, um die Vierzigte austreten.
00:42:51: Und vor allem haben wir jetzt ein paar Austritte gehabt, die waren schon über achtzig.
00:42:55: Das kann ich heute gar nicht verstehen,
00:42:57: wenn man
00:42:58: kurz vom Ende, dass man da noch aus der Kirche austritt.
00:43:01: Also das ist mir irgendwie wärmer interessant, warum sie das tun.
00:43:06: Aber ich denke, das hat natürlich auch mit der ganzen medialen Resenz, mit den Missbrauchsfällen und Kantalen, die in der katholischen Kirche vor allem da sind und auch jetzt in der evangelischen Kirche aufgedeckt werden.
00:43:18: Das hat schon auch Ein Einfluss drauf, dass die Menschen sich halt irgendwie vom Glauben entfremden.
00:43:25: Aber es ist Schade um jeden der Austritt.
00:43:27: Das ist so schade.
00:43:28: Und
00:43:29: die einzige Lösung, die ich sehe, ist, dass man bei der Kirche treu bleibt, dass man auch als Geistlicher seinen Weg treu weitergeht, dass man für diejenigen betet und dass man authentisch seinen Dienst tut.
00:43:41: Und dann kann sich schon was verändern.
00:43:43: Ja, ich glaube auch, dass
00:43:45: sich
00:43:45: so am Gebet festhalten, dass... Das ist immer wieder Gott an Befehlen.
00:43:49: und da nicht nachlassen und Geduld und Langdutt haben.
00:43:54: Und
00:43:54: nicht
00:43:55: kram zu werden über manche Situation, sondern die Menschen weiterzuliegen.
00:44:00: Und auch dafür gesandt sind.
00:44:02: Was sagst du, Bruder Brechtl?
00:44:05: Ich finde es doch eine Gratwanderung, weil mich schmerzt es wirklich bei jeder Person, wo ich dann auf dem Schreibtisch bekomme, dass sie ... offiziell erklärt hat, sie tritt aus der evangelischen Kürre aus und damit auch aus der Kirchengemeinde vor Ort, obwohl es gar nicht immer allen klar ist, ist es schon was, was mich einem tatsächlich auch persönlich schmerzt.
00:44:25: Sprich mir dann mit den Leuten persönlich, nachdem dieses gemacht hat.
00:44:29: In der Regel schreibe ich ein Brief einfach um eine gewisse... Distanz in der Kommunikation zu wahren, die die Person nicht überfordert, weil bei manchen ist es schon so, wenn ich einfach dann an der Tür stehe und sie direkt konfrontiere, dann ist es auch eine sehr unangenehme Situation.
00:44:44: In der Regel schreibe ich ein Brief, wo ich auch reinschreibe, bitte melden sie sich bei mir, sie können jederzeit anrufen, vorbeikommen, mir die Gründe nennen, falls irgendeine Verärgerung vorliegt.
00:44:55: Aber ich meine schon, dass es so einfach jetzt noch einen gesamtgesellschaftlichen Trend gibt, der Sekularisierung.
00:45:01: Das soll kein Entschuldigungsheif für unsere Arbeit vor Ort, aber das ist was man beobachtet, jetzt auch gerade vermehrt in Westdeutschland, dass mehr und mehr Menschen der Küche den Rücken kehren.
00:45:13: Und das Einzige, was wir vor Ort dagegen tun können, ist, dass wir, wie schon die Kollegen gesagt haben, authentisch und gut unsere Arbeit machen.
00:45:23: Glauben festhalten und was ich noch hinzufügen will, was ich finde, was gut ist, wenn man einfach spricht, wie er die Leute sprechen.
00:45:30: Also wenn man sich immer wieder darum bemüht, dass man die Schätze des Glaubens, die Schätze der Bibel, auch die des Gottesdienstes so zur Sprache bringt, so verkörpert, dass die Leute plötzlich merken, das hat was mit mir zu tun.
00:45:44: Und das kann zum Beispiel, hatte ich neulicher Gespräch nach der Hochzeit beim Kaffee trinken, wo dann ... Ich noch mal mit jemandem, der ja nicht oft in der Kirche ist, darüber gesprochen haben, um was es eigentlich in der Predigt ging und der dann plötzlich verstanden hat, ah, das hat er was mit dem Leben zu tun.
00:46:00: Ja genau, die Bibel, die erzählt vom Leben und nicht von irgendwas Fremden.
00:46:06: Also das haben sie auch wunderbar gesagt.
00:46:08: und die Hörer, wenn das bestimmt sehr gerne alles aufnimmt, was wir jetzt da drüber geredet haben.
00:46:17: Ja, was soll ich noch sagen?
00:46:18: Ja, ich bin in Christin und ich jetzt mal nicht so oft in Gottesdienst.
00:46:22: Ja, ja, ja.
00:46:23: Das kann
00:46:23: man jeden Sonntag ändern.
00:46:25: Ich weiß es schon.
00:46:27: Na ja, vielleicht wenn ich mal... Ja, ja, ja, komm ich schon.
00:46:30: Aber ich habe mich zum Beispiel als so wahnsinnig gerchert, wie damals, das war, dass man die Kreuze von der Schule raus tun soll, weil das ist nicht mehr ein Kot und Dings und da fühlt sich eine... Nachteilig, die also nicht Christen sind.
00:46:49: Ich denke, wir haben mir gar keine anderen Probleme bei uns in Deutschland bis so was.
00:46:54: Also mein verstorbener Mann hat mir damals folgende Sprüche gesagt und hat gesagt, damit es nicht wieder heißt, wir Deutschen wären rassistisch oder sonst was, sollten es Folgendes machen.
00:47:05: Das Kreuz hin nageln, ein Halbmond und ein Judenstand leicht dazu, dann ist mit Sicherheit garantiert endlich mal in der Sache endlicher Ruhe.
00:47:15: Ja, und das stimmt eigentlich so.
00:47:19: Aber wie gesagt, ich habe jetzt noch einen sehr schönen Spruch.
00:47:23: Darf ich zu den Kreuzen etwas sagen?
00:47:24: Ja, sag noch ein wenig was, ja.
00:47:25: Also ich bin ja in Triesterf an der Berufsschule als Religionslehrer und Schulzilsage eingesetzt und wir haben vor ein paar Jahren ein nickelnagel neues Schulgebäude bekommen in der Trägerschaft vom Landratsamt oder vom Landkreis Ansbach und es sind keine Kreuze aufgehängt worden in den Klassenzimmern.
00:47:43: und das ist jetzt seit drei Jahren sind wir in dem Gebäude drin.
00:47:47: Immer wieder von den Schülern selber angesprochen worden, warum hängen bei uns keine Kreuze im Klassenzimmer?
00:47:52: Sachlos.
00:47:53: Und dann habe ich das heute aufgegriffen.
00:47:55: und jetzt machen wir dann ein neues Projekt.
00:47:58: Da kommt jemand und bringt uns aus Glas so Bausteine, die wir dann selber gestalten können, die Kreuze.
00:48:05: Und das machen meine Schüler jetzt dann selber.
00:48:07: Das ist toll.
00:48:07: Die gestalten
00:48:08: jetzt dann zwanzig Glaskreuze für jedes Klassenzimmer.
00:48:11: Ein neues... Kreuz und das finde ich irgendwie ein schönes Zeichen.
00:48:15: Das ist wunderbar.
00:48:15: Nicht nur über das negative sehen, sondern auch wirklich einmal bewusst, wenn kein Kreuz da ist, kommt was Neues, weil sie haben alle, die kommen überwiegend aus dem Alpenraum und das sind ja alle katholisch geprägt und die sagen, wir kennen das nicht anders, dass sie in einem Plassenzimmer ein Kreuz hängt und das ist für uns komisch, dass hier keines ist und das ist ganz schön, dass wir jetzt Kreuz gestorzen und
00:48:37: das aufhängt werden.
00:48:38: Das ist wunderbar, das finde ich ganz toll.
00:48:42: Ja, ich habe jetzt noch einen schönen Spruch für Sie, den habe ich aufgeschrieben und das will ich zum Abschluss noch sagen.
00:48:51: Nicht die Jahre in unserem Leben zählen, sondern das Leben in unseren Jahren.
00:48:58: Also das finde ich ist ein ganz schöner Spruch und den tu ich oft einmal, wenn jemand Geburtstag hat, schreibe das drauf, weil ich den zu... Ich möchte mich ganz herzlich bei Ihnen alle drei bedanken.
00:49:12: Ich bedanke mich beim Herrn Pfarrer Brechtl, beim Herrn Pfarrer Teller, beim Hochwörter Schmidt, dass Sie heute da waren bei uns und haben den Podcast mitgemacht.
00:49:21: Vielen, vielen herzlichen Dank.
00:49:25: Ja, ich gehe zum mal irgendwann wieder mal in die Kirche.
00:49:29: Wunderbar, ja.
00:49:33: Die
00:49:33: Einladung geht mal weiter, gell?
00:49:35: Ja,
00:49:35: okay.
00:49:35: Ja,
00:49:36: herzlichen Dank und Gottes Segen weiterhin.
00:49:38: Danke schön, danke schön.
00:49:39: Hat
00:49:39: uns viel Spaß gemacht,
00:49:40: danke.
00:49:41: So, und das war es jetzt.
00:49:43: Das war der Podcast mit den drei Fachern von Wasser Trüdigen.
00:49:47: Und vielen Dank, Margar, dass du so toll das gemacht hast mit den drei.
00:49:51: Und wenn Sie, liebe Hörerinnen und Hörer, noch mehr Podcast von Magas Bralla Blauter Tasche hören wollen.
00:49:58: Dann machen Sie das bitte.
00:49:59: Dann können Sie jetzt im Abschluss auf einen Knopf drücken und dann können Sie den Podcast von der Marga abonnieren und haben dann nächste Woche das Neuste, was sie wieder produziert hat.
00:50:10: Bis dann, danke, das war's und nächste Woche hören wir uns wieder.
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