Dinkelsbühl: Wo Geschichte lebendig bleibt
Shownotes
In dieser Episode nehme ich euch mit auf eine faszinierende Reise durch Dinkelsbühl – eine Stadt voller Geschichte, Stolz und einzigartiger Traditionen. Gemeinsam mit meinem Gast Hans-Peter Mattausch tauchen wir ein in die Geheimnisse der Kinderzeche, räumen mit Mythen auf und verraten, wie sich aus einem Schulausflug ein legendäres Fest entwickelte. Wir sprechen über die bewegte Vergangenheit, die schwäbische Identität und warum Parität hier mehr als ein Fremdwort ist. Natürlich gibt es auch kuriose Anekdoten rund um Stadtmauern, Festspiele und das berühmte Summer Breeze Festival. Hört rein, wenn ihr wissen wollt, was Dinkelsbühl so besonders macht – und warum es sich lohnt, unsere Altstadt mit eigenen Augen zu erleben.
Dinkelsbühl
https://de.wikipedia.org/wiki/Dinkelsb%C3%BChl
Kinderzeche Dinkelsbühl
UNESCO Immaterielles Kulturerbe
https://www.unesco.de/kultur-und-natur/immaterielles-kulturerbe
Hans-Peter Madaus
https://www.dinkelsbuehl.de/de/tourismus/gaestefuehrungen/gaestefuehrer/hans-peter-madaus/
Landestheater Dinkelsbühl
https://www.landestheater-dinkelsbuehl.de/
Summer Breeze Open Air
Schwäbischer Reichskreis
https://de.wikipedia.org/wiki/Schw%C3%A4bischer_Reichskreis
Christoph von Schmid
https://de.wikipedia.org/wiki/ChristophvonSchmid
Marktplatz Dinkelsbühl
https://www.dinkelsbuehl.de/de/tourismus/sehenswuerdigkeiten/marktplatz/
Stadtmauer Dinkelsbühl
https://www.dinkelsbuehl.de/de/tourismus/sehenswuerdigkeiten/stadtmauer/
Transkript anzeigen
00:00:07: Ja, hallo, hallo.
00:00:08: Hier ist wieder Magas Bralle, blauter Tasche Podcast.
00:00:12: Und die Maga sitzt schon im Studio mit einem Gast.
00:00:15: Den Namen darf ich noch nicht verraten.
00:00:17: Das macht die Maga selbst.
00:00:19: Maga, ich übergebe an dich.
00:00:20: Danke, danke, danke.
00:00:23: Heute, liebe Hörer und Fans, habe ich einen Gast bei mir, der unwahrscheinlich viel für seine Heimatstadt getan hat.
00:00:30: Und diese Heimatstadt ist noch dazu eine der schönsten Städte Deutschlands.
00:00:36: Der Marktplatz ist sogar von der Zeitschrift Fokus als schönster Marktplatz Deutschlands geährt worden.
00:00:42: Und ich begrüße hier ganz speziell Hans-Peter Mattausch aus Dingelspiel, eine Institution im Tourismusbereich, doch nicht nur dort.
00:00:53: Lieber Hans-Peter Mattausch, wie war Ihr beruflicher Wertegang?
00:00:58: Ja, Beruf ist was Sache.
00:01:00: Also eigentlich bin ich berufsmäßig verkrachter Brauereingenieur.
00:01:05: Ja, ich habe
00:01:07: Anfang meiner beruflichen Karriere einmal in Wein-Steffan-Brauerei-Wesen und Getränketechnologie studiert.
00:01:14: Das mit den Stauungen am mittleren Ringklapp bis heute.
00:01:18: Die praktische Umsetzung hat auch gut funktioniert, aber das mit Strömungslehre und Mathematik und Physik war jetzt nicht so ganz was.
00:01:28: Ich sage mal, ich habe es erfolglos studiert.
00:01:30: Ich habe dann nämlich nach dem Vordiplom die Zwangsexmatrikulierung hinter mich gebracht und habe dann einmal ein Praktikum in der Industrie gemacht in einer Stanzerei.
00:01:43: Das war sehr lustig.
00:01:44: Wenn die Maschine schneller zittern kann, als ich, ist das immer schwierig.
00:01:47: Das war dann zur Findung schon interessant, weil ich wusste dann sicher, was ich nicht möchte.
00:01:53: Und dann habe ich dummer weiß ein Praktikum in der Klinik gemacht.
00:01:58: Und irgendwann kam eine der Damen vorbei und hat gesagt, was magst du da?
00:02:03: Und dann habe ich gesagt, wie schaut's denn aus?
00:02:05: Grüne Tücher falten, was sonst?
00:02:07: Dann hat sie gesagt, bring morgen einmal dein Zeugnis mit.
00:02:09: Ich glaube, wir haben da eine Ausbildungsstelle frei und die kriegen wir nicht besetzt.
00:02:13: Das kannst doch du machen.
00:02:16: Ja, das ist ja Wahnsinn.
00:02:17: Und dann
00:02:17: habe ich halt dummerweise mein Zeugnis mitgebracht.
00:02:20: und dann war ich da... Gefangen.
00:02:24: Auszubildende.
00:02:25: Mit einer horrenden Monatsgarge von vierhundertfünfzig Mark.
00:02:30: So viel Brutto.
00:02:31: Brutto.
00:02:32: Im ersten Ausbildungsjahr, das war neunzehnhundertdreiundachtzig, im zweiten Ausbildungsjahr gab es dann noch vierhundert, weil so viele Leute gaben, dann mussten wir die Ausbildungsvergütung kürzen.
00:02:43: Naja, und dann bin ich halt in dem Laden Hängerblieben und irgendwann einmal hatte ich dann die zweifelhafte Aufgabe auf Station zu arbeiten, das habe ich ja gemacht.
00:02:53: drei Jahre lang.
00:02:54: Und nach drei Jahren war mir klar, dass das vielleicht auf Dauer nichts für den Vater sein Buben ist, sondern da müsste noch was anderes sein.
00:03:03: und dann habe ich irgendwann nochmal eine Lehrerausbildung gemacht.
00:03:06: und dann bin ich irgendwann nochmal an der Berufsfachschule für krankendlegende Inkelsbild gelandet.
00:03:12: Zu der Zeit hatte der Laden siebenerfünfzig Auszubildende und drei Lehrer.
00:03:17: und als sie dann gesundheitsbedingt zwangspensioniert werden musste.
00:03:23: In den Jahr- und Jahrzehnten hatten wir zehn Berufsfachschulen mit sechzig Lehrern und vierhundert Autos.
00:03:29: Ach was, das hat
00:03:29: doch schon
00:03:30: her.
00:03:31: An drei Standorten.
00:03:32: Das war mal so kurz der berufliche Weg.
00:03:35: In Pension gegangen oder in Rente gegangen bin ich als Akademiedirektor der Akademieanregion.
00:03:41: Wahnsinn, das ist ja schon beeindruckend.
00:03:46: Man muss halt nichts kennen, aber das immer.
00:03:49: Einmicht ist Leben.
00:03:51: Also, was er ja wieder schon gesagt hat.
00:03:53: Ja, also... Sie sind ja aus einem middeleiteligen Dingelspiel überhaupt nicht wegzudenken.
00:03:59: Das ist ja schon mal klar.
00:04:01: Man hat ja schon achthundert, hat man von dem Ortingelspiel gehört.
00:04:05: Man hat dann denkt, der Gutsverwalter Dinggold hat dann das Dingelspiel hergeleitet.
00:04:09: Oder auch die Dinggebauer.
00:04:11: Das muss
00:04:11: alles nicht
00:04:13: stimmen.
00:04:14: Das
00:04:14: Interessante an den Historikern ist ja, dass sie uns immer Geschichten erzählen, wo sie sicher nicht dabei waren.
00:04:20: Also, wo jetzt Dingelspiel herkommt, weiß kein... Mensch, aber wir wissen, dass die erste urkundliche Erwähnung, Elf-Achda-Achzig in einer Hochzeitsurkunde von Barbarossa ist, zusammen mit Rothenburg, und wir wissen, dass die Tausend Jahrfeier, Weil das ist ja mal amtlich, dass die urkundliche Erwähnung nicht neunhundertachterzwanzig war, sondern wenn ich im Kinderzichtzeug aus Führungen mache, dann sage ich immer, ich gehe davon aus, dass das die Seitenzahl des Merianbandes war.
00:04:52: Und das hat sie halt wunderbarerweise im fälgischen Aufbruch der Zwanziger so wunderbar gegeben, dass es toll war, eine Tausend Jahrfeier zu machen.
00:05:01: Wir haben aber allerdings natürlich auch jetzt den Vorteil, dass man mindestens bis ... Aner, zwanzig, achter, achtzig, keine Jubiläen mehr feiern müssen.
00:05:10: Das spart manches.
00:05:14: Ansonsten ist dieses Städtchen als Burgum erwähnt, elf, achter, achtzig.
00:05:19: Da hatte es schon Mauer und Türme.
00:05:22: Sehr viele Türme, das hat man jetzt erst einmal der Herr Milcher erzählt.
00:05:25: Ein bisschen Geschichte gab es vorher auch schon.
00:05:28: Und es ist halt typisch Dinglesbils, eine stauffische Gründung.
00:05:32: Deswegen im Ursprung auch rund.
00:05:35: Und die jetzige Form hat sich ergeben nach der Erweiterung der Stadt Zwill-Fünfer-Siebzig, als man begonnen hat, darüber nachzudenken, ob das so geschickt ist, dass man die Mauer im Tal hat und auf den Bergen die bösen Feinde stehen.
00:05:51: Deswegen hat man dann die Mauern auf... Die bösen Berge, nein, auf die lieben Berge, um die bösen Feinde abzuhalten.
00:05:56: Da
00:05:57: hat man einen Seegringer, den gibt man ja ziemlich hoch
00:06:00: rauf.
00:06:00: Das Seegringertor war früher da gestanden, wo jetzt ungefähr das Rathaus ist.
00:06:04: Und dann hat
00:06:05: man das Seegringertor versetzt, oben auf den Kamm, um da den Schutz zu kriegen.
00:06:11: Das Ganze ist insofern lustig, als man einen guten Gewissen sagen kann, die Dingelsbühler hätten ihre Stadtmauer ersoffen.
00:06:18: Weil
00:06:19: zur Finanzierung der Stadt Erweiterung, der Stadt Erweiterung,
00:06:20: der Stadt Erweiterung, der Stadt Erweiterung, der Stadt Erweiterung, der Stadt Erweiterung, der Stadt Erweiterung, der Stadt Erweiterung, der Stadt Erweiterung, der Stadt Erweiterung, der Stadt Erweiterung, der Stadt Erweiterung,
00:06:31: der Stadt Erweiterung, der Stadt Erweiterung,
00:06:32: der Stadt Erweiterung, der Stadt Erweiterung, der Stadt Erweiterung, der Stadt Erweiterung, der Stadt Erweiterung, der Stadt Erweiterung, der Stadt Erweiterung, der Stadt Erweiterung, der Stadt Erweiterung, Einmal was für die Stadtmauer.
00:06:41: Da schau her, das soll ja vielleicht öfters machen.
00:06:45: Wenn das so weitergeht, kommt das schon noch.
00:06:47: Und den Bestand der Stadtingelsbühne gewisserweise hat die Stadtmauer auch gewährleistet, weil die letzten Schulden aus dem dreißigjährigen Krieger die Stadtingelsbühne, achtzehnhundertfünfer, dreißig bezahlt.
00:07:00: Was?
00:07:01: So spät?
00:07:01: Ja.
00:07:02: Und zwar durch Verkauf von Mauersteinen aus dem Umgang und aus den Vortouren der Stadtverteidigungsanlage.
00:07:12: Deswegen haben wir ja nicht wie die Rodenburger Tor vor dem Tor.
00:07:15: Sondern wir haben nur noch eins.
00:07:17: Und der Wehrgang ist auch weg, weil den hat man abgebrochen und fundweißverschärbelt.
00:07:22: Also ich weiß ja, dass in Rodenburg, da ist immer Plakette dann, in der hat Hengel zeut und drei der Eisenhaut.
00:07:30: Das wiederum hat was mit dem Zweiten Weltkrieg
00:07:32: zu tun.
00:07:32: Mit Zweiten Weltkrieg hat das zu tun ja, genau.
00:07:35: Da war so bedeutend, dass die nicht einmal ihre Abfallbomben abgeworfen.
00:07:40: Also, Dinglesbühle muss man schon mal sagen, die Dinglesbühler sind Reichsstädter, das ist so, das merkt man an Burger Stolz und Tra-la-la, aber die Dinglesbühler meinen immer, sie seien der Nabel der Welt.
00:07:52: Ich finde es aber schon, dass sie schon unsere Nabel kommen.
00:07:55: Ja,
00:07:56: und Lisa immer dreht euch einmal um, dann kommt er hin.
00:07:59: Also, man muss da ganz ehrlich sein, wenn es in einem Weltkrieg keinerlei Schäden gibt.
00:08:06: Industrieanlagen gab es auch nicht.
00:08:08: Das einzige was passiert ist, waren drei Einschüsse an der Georgskirch.
00:08:12: Dann ist die Bedeutungslosigkeit manchmal auch heilsam und rettend.
00:08:16: Ja, das stimmt.
00:08:17: Das ist ein wahres Wort.
00:08:19: Also da muss ich jetzt nicht die großen Industrieanlagen haben.
00:08:22: Greilsheim sah ungefähr ähnlich aus, da ist ja nichts mehr da davon.
00:08:26: Also jedenfalls ist so, dass jeder Besucher sollte, also jeder Hörer sollte mindestens einmal nach Rodenburg und Dingelsbüh und Nödlingen kommen.
00:08:37: Die drei Städte sind unwahrscheinlich bekannt.
00:08:41: Und in Dingelsböld, es ist also auch immer Pflicht, dass man vielleicht auch mal Arm zur Tour mit Nachtwächtern macht.
00:08:48: Das ist a, immer ganz interessant.
00:08:50: Der weiß vierundzwanzig Lidli und das ist ganz toll.
00:08:54: Und was also Dingelsböld ganz besonders noch macht, das ist die Kinderzäche.
00:09:00: Das ist ein unwahrscheinliches Ereignis und das ist unvergesslich.
00:09:04: Und jetzt fraue ich Herrn Hans-Peter Madaus, wie kam es zu der Kinderzäche?
00:09:10: Ich hatte die wirklich stattgefunden, ist das wirklich passiert?
00:09:14: Nein, er lacht schon wieder, ja, da passiert schon wieder was kommt.
00:09:17: Aber sagen Sie mal, wieso hast du das Kinderzäche und was wird da konkret aufgeführt?
00:09:23: Naja, also der Ursprung der Veranstaltung Kinderzäche ist ein Schulauszug von sieben Lateinschülern im Jahr sixteenhundertneunerzwanzig zum Zechen vor die Stadt.
00:09:36: Also das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
00:09:39: Die Reichsstadt bezahlt einen Gulden, um sieben Lateinschüler mitten im dreißigjährigen Kriegenschulausflug zu finanzieren.
00:09:46: Das ist einmal die historische Grundlage von der Party.
00:09:50: Den Eintrag im Stadtarchiv haben wir nicht, weil da Kinderzäche war.
00:09:55: Also auszugte Kinder zum Zechen mit Essen und Trinken, sondern den Eintrag im Stadtarchiv gibt es als Zufallsbefund.
00:10:01: deswegen, weil der Knecht des Schulmeisters bei einem dieser Auszüge nämlich, Ob jetzt der Alkohol im Spiel war, wissen wir nicht.
00:10:13: Das wissen wir nicht, ne?
00:10:14: Aber
00:10:14: das ist wie mit den Historikern.
00:10:16: Es war halt Kanada bei.
00:10:17: Es gibt den Eintrag im Stadtarchiv und aus diesem Schulausflug der Lateinschüler hat sich im Laufe der Zeit eine Schulzeche entwickelt.
00:10:27: Das war ja im deutschen Südwesten in vielen Reichstätten üblich, dass man da rutenfeste oder meintage veranstaltet hat.
00:10:36: Dazu sollte vielleicht nur kurz erklären, dass Dingelsbühle mit Nichten eine fränkische Stadt ist.
00:10:41: Dingelsbühle ist eine schwäbische Reichsstadt, schon immer gewesen.
00:10:45: Von threizend, siebener, achtzig bis achtzehnt, hundertzwo auf der schwäbischen Bank des heiligen Reiches gesessen.
00:10:51: Deswegen haben wir heute noch enge Beziehungen nach Öhringen, nach Bad Wünfen, nach Biberach und nach Friedrichshafen mehr als nach Rodenburg oder nach Weißenburg.
00:11:02: Das ist ja interessant.
00:11:03: Da merkt man auch, wie das mit dem Glauben so ist.
00:11:07: Die fränkischen Reichsstätte, also die kann ich aufsagen, da gibt es fünf.
00:11:13: Im schwäbischen Reichskreis gab es fünf auf vierzig.
00:11:16: Also diese bürgerliche Bewegung, die es im deutschen Südwesten kam, sag ich immer, bildlich, ist mit der Renaissance aus Italien, aus Norditalien, über die Alpen geschwappt und hat dann über den Bodensee bis nach Dinkelsbil gereicht.
00:11:31: Dinkelsbil war die nordöstlichste Ecke des schwäbischen Reichskreises.
00:11:36: An der Außengrenze der Reichsstadt Dinkelsbil begann das markgräflich Brandenburg-pädiatistische Franken.
00:11:43: Das sieht man ja auch.
00:11:46: eben an diesen fünf Reichsstätten.
00:11:47: Das ist Rotenburg, Winsheim, Schweinfurt, Weißenburg und Nürnberg.
00:11:51: Mehr Reichsstätte gab es da nicht.
00:11:53: Und unser Ernst behauptet immer, die Franken gehe alle zum Lachen in Keller.
00:11:58: Das ist aber nicht so.
00:11:59: Das
00:11:59: machen jetzt unsere niederschwebischen Kollegen nicht so stark.
00:12:04: Also muss ich widersprechen.
00:12:05: Ja, das ist ja recht.
00:12:08: Die Niederschwaben als Raum schafft ... sind nicht mehr bekannt, das ist abgegangen.
00:12:14: Die niederschwebischen Reichsstädte, das ist zum Beispiel Dinkels, Willenachtlingen, Bobfingen und geht hinter bis Öhringen und Künstelsau.
00:12:23: Das sind die niederschwebischen Reichsstädte und Oberschwaben könnt halt nur jeder, da fährt man eben in Urlaub hin.
00:12:29: Oberschwaben ist Biberach, Ravensburg und das ganze Zeich zum Bodensee.
00:12:35: Und diese niederschwebischen Reichsstädte sind halt insofern auch interessant.
00:12:40: Weil sie, und das sieht man zum Beispiel an der Bekleidung der Knabenkapelle.
00:12:46: Das ist ja immer so ein Ding.
00:12:48: Das ist nicht der Augsprüche.
00:12:50: Jeder erzählt immer die Knabenkapelle über die Rococo-Uniformen tragen.
00:12:54: Und wenn ich das herrlich kriege, immer Krampf anfälle, weil was ist eine Rococo-Uniform?
00:13:00: Eine Rococo-Uniform ist eigentlich so was wie eine Petticoat.
00:13:03: Das hat überhaupt keine Aussage.
00:13:05: Die Uniform der Knabenkapelle Tinklesbühle ist die Uniform des... Verteidigungsheeres des Schwäbischen Reichskreises aus siebzehnhundertachtzig.
00:13:15: Wollweise unter, wollweise Untergrund und rot-gelbe Spiegel.
00:13:19: Und für alle Heraldiger unter den Zuhörern Rot-Weiß sind die badischen Farben.
00:13:24: Also trägt die Gnarbenkapelle bis heute badische Farben, weil der Kommandant des Schwäbischen Reichskreis Heeres nämlich der spätere Großfürst zu Baden-Torlach war.
00:13:33: Der ist farbengedient für die Nasenkapelle.
00:13:36: Ja, ist Wahnsinn, dass man da so erfährt von dir.
00:13:37: Ja,
00:13:38: ist Wahnsinn.
00:13:38: Ja, du bist ja wirklich ein Wandel des Leksikon.
00:13:41: Ja, gut.
00:13:42: Wie Gebete hab ich
00:13:43: dir durch.
00:13:44: Manche Seiten sind da irgendwie verklebt, aber sonst...
00:13:46: Nein, also unwahrscheinlich.
00:13:48: Also Leute, ihr müsst unbedingt einmal nach Dinkels bekommen und ihr müsst eine Stadtführung mitmachen.
00:13:53: Und
00:13:53: Unterzeughausführung, weil die
00:13:56: wichtigen
00:13:56: Dinge erfährt man im Kinderzichtzeugehaus.
00:13:59: Und diese Kinderzeiche, wie gesagt, als Schulauszug hat sie aus der Schulz... dann über die Parität der Stadt.
00:14:07: Auch was, was man noch erklären muss, weil Parität kennt heutzutage auch niemand mehr.
00:14:11: Nach dem dreißigjährigen Krieg wurde jede Regentschaft dem Glauben des Herrschers zugeordnet.
00:14:19: Kujos Regio, Eos Regio.
00:14:21: Oder Westbrodig,
00:14:23: Eslidesing.
00:14:24: Und in Dingelsfühl, in Bibernach, in Ravensburg und in Augsburg war das nicht möglich.
00:14:30: Weil ... die Bevölkerung gemischt konfessionell war.
00:14:33: und wenn man die Kartolen aus der Stadt Inglis getrieben hätte, hätte man kein Patriziat und kein Geld mehr gehabt.
00:14:40: Wenn man die Evangelien aus der Stadt getrieben hätte, hätten die Reichen keine Arbeiter mehr gehabt.
00:14:45: Also das ist dann beides ungeschickt.
00:14:47: Deswegen ist im Frieden von Münster und Osnabrück sind diese vier Städte erwähnt.
00:14:53: mit dem Status der Parität.
00:14:55: Das führt zu ganz netten Dingen.
00:14:57: Das führt nämlich dazu, dass man nach Ja, wir haben ja jetzt immer noch drei, ja oder wieder.
00:15:05: Dass man drei Bürgermeister braucht, wovon immer einer vom anderen glauben sein musste, dass es zwei geheime Rede gaben, katholischen und evangelischen.
00:15:13: Das ist bei viertausendfünfhundert Bürgern der Reichsstadt Dinkelsbühl zwei Apotheken gaben, katholische und evangelische.
00:15:21: Das ist zwei Hebammen gaben, katholische und evangelische, weil für einen Katholen wäre es ein Geburtsfehler, wenn ich eine evangelische Hebamme ans Licht der Welt sage.
00:15:32: Das
00:15:34: geht dann so weit runter, dass man beim Knecht des Spitals die Position im konfessionellen Wechsel besetzt hat.
00:15:41: Also den gab es nicht doppelt, weil das war dann doch ein wenig viel.
00:15:44: Aber wenn der Vorgänger katholisch war, musste der Nachfolge erfangölig sein.
00:15:50: Das hat nebenbei bemerkt, zum Stadtbild in Dinkelsbüttel geführt, weil das ist, ich sage immer, das ist die regulierende Wirkung der Armut.
00:15:58: Die hatten nichts und haben sich ... mit Streitigkeiten verziert, also das können die heute noch, aber die Streitigkeiten der Stadt Inglis bisschen ja auch amtlich nachweisbar im Bundesarchiv in Koblenz, weil als Reichsstadt durfte ein Reichsstadtbürger nicht vor irgendeinem fürstlichen Gericht klagen, sondern nur vor dem Reichskammergericht dem Wetzlar.
00:16:23: Nur vor dem Reichskammergericht in Wetzlar oder vor dem kaiserlichen Hofgericht in Wien.
00:16:28: Deswegen haben wir fünfzehn Meter Dinglesbühl gegen Dinglesbühl in Koblenz stehen und ungefähr genauso viel im österreichischen kaiserlichen Archiv.
00:16:38: Und die wichtigen Inhalte dieser Klageverfahren sind zum Beispiel, darf ein katholischer Bauer an Bus und Betach misst spazieren fahren oder darf ein katholischer Gebetsteppich an von Leichnamen am evangelischen Haus vorbeigehen.
00:16:56: Und das war ganz schwierige Weltbewegende Auseinandersetzungen.
00:17:02: Das ging dann bis zum Teppichklopfen.
00:17:04: Aber das hängt alles an der Parität.
00:17:07: Und deswegen wurde unser Stadtbild so schön konserviert, weil die hatten gar keine Zeit, sich um irgendwelche Baumaßnahmen zu ergelten.
00:17:13: Die haben natürlich
00:17:14: die unwichtigen Sachen halt, wie seid ihr das?
00:17:19: Aber jetzt zähnt es doch einmal ein wenig, wie es zu dem Spiel kann.
00:17:23: Ja, langsam kommt es schon
00:17:24: noch.
00:17:24: Ja,
00:17:25: nicht immer immer diese Dränglerei
00:17:28: hier.
00:17:28: Nein, aber das interessiert doch alles.
00:17:30: Also wir haben jetzt mal erklärt, wie der Begriff Kinderzöcher und die historische Herkommen entstanden
00:17:36: ist.
00:17:36: Das ist schon mal gut, das ist schon prima.
00:17:38: Das Ganze wurde dann mit einem schielenden Auge nach Rodenburg, per Ratsbeschluss des Magistrats der Stadt Engelsblut zur Steigerung touristischer Attraktivität mit einem Festspiel verzieht.
00:17:54: Das hat man damit schon so erkannt.
00:17:56: Tourismus?
00:17:58: Also Tourismus ist was nettes.
00:18:01: Tourismus ist die einzige Destination, die das Ziel, das sie verfolgt, auch vernichtet.
00:18:06: Das ist für uns nicht ganz so einfach.
00:18:10: Wir leben in großem Umfang vom Tourismus.
00:18:12: Kinderzäche weniger, Kinderzäche ist ein klassisches Heimatfest.
00:18:15: Da haben wir gerne einen Zuschauer, das Geld brauchen wir auch, aber wir machen jetzt nicht irgendwelche Events wegen.
00:18:24: Aber wie gesagt, das Festspiel ist deutlich aus dem Grund entstanden, nur der Achtzehnhundertsebeneinzig das erste Mal aufgeführt als komplette Regiearbeit.
00:18:33: Also das ist jetzt nicht irgendwie so... Kirchweifest-Zug, den man halt macht, sondern da ist in der Gründungsakte der Kinderzüge genau beschrieben, was wer an welcher Stelle zu tun hat und wie der Fest sucht.
00:18:46: So genau ist das.
00:18:47: Da steht alles genau definiert.
00:18:49: Darum haben wir ja immer das Problem, wenn bei uns jemand von außen teilnehmen möchte, das passt halt schlichtweg nicht, weil das in die Choreografie der Gesamtveranstaltung nicht passt.
00:18:59: Aber es ist trotzdem ein sehr identitätsstiftendes Fest deswegen.
00:19:05: Weil natürlich, die Folgen des Verlustes der Reichsstadtheulichkeit aus der Reihe, aus der Reihe, aus der Reihe, aus
00:19:15: der Reihe, aus der Reihe,
00:19:15: aus der Reihe, aus der Reihe, aus der Reihe, aus der Reihe, aus der Reihe, aus der Reihe, aus der Reihe, Linkelspül ja schwäbisch werden soll, wie das schwäbischen Reichskreis ist.
00:19:27: So, und jetzt kommen wir wieder bei unseren bräusischen Freunden in Ansbach raus, weil das Brandenburgische Ansbachische Oberamt Kreilsheim bis unter die Waldenburg gereicht hat.
00:19:42: So weit?
00:19:42: Ja, ja.
00:19:43: Der große Teil, dass das hohen loischt, der hohen loischen Ebene gehört zum Oberamt Grailsheim.
00:19:49: Und deswegen wollte der spätere König von Württemberg die Preußen nicht zu seinen Füßen haben, was ich durchaus verstehe.
00:19:56: Und dann hat man die Reichsstadt Dinkelspül und die Stadt Neu-Ulm gegen das Brandenburgische ansprachische Oberamt Grailsheim vertauscht.
00:20:04: Deswegen ist Grailsheim heute Württembergisch.
00:20:07: Also Hauer-Lausch
00:20:10: und
00:20:10: die Denkelsbüller, da durften Bayerisch sein, was jetzt nicht mehr zu ändern ist.
00:20:16: Aber ich habe, ekeke Klammer auf vor einigen Jahren, einmal so am Preis vom Regierungspräsidentengericht, da habe ich dann mitgeteilt, es sei für mich ein Integrationspreis.
00:20:28: Die späte Integration der schwäbischen Denkelsbüller in West-Mittelfranken.
00:20:34: Also Kinderzicht.
00:20:35: hat einen zehn Tagesumfang, das ist leicht erklärt, deswegen die Vorgeschichte, die etwas umfangreichere.
00:20:43: Durch die Parität gab es in Dinkelsbühl eine katholische Kinderzäche am zweiten Wochenende und der Evangelische am ersten Wochenende.
00:20:51: Das habe ich noch nicht
00:20:53: gewusst.
00:20:53: Ich bin ja Missionargot.
00:20:55: Und diese zwei Kinderzächen wurden dann erst... ganz spät zu einer Kinderzäche, also da kann man fast schon sagen, nach dem Ersten Weltkrieg hat sich das erst aufgehört.
00:21:07: Ach, das gibt es doch nicht.
00:21:09: So?
00:21:09: Ja, ja, da war das Festspiel eine sehr indikative Veranstaltung, da hat man eben dann nochmal aufgekehrt, darüber nachzudenken, wer katholisch und wer evangelisch ist.
00:21:18: Und das Gipfelt in der Spitze jetzt darin, dass die Rolle eines schwerreaktionären katholischen Bürgermeister jetzt der evangelische Pfarrer spielt.
00:21:29: Also, das ist Klasse, Integration hat funktioniert.
00:21:32: Und die Botschaft ist relativ einfach, durch diese Partner- und Paritätsedikt hatte man halt diese zwei Veranstaltungen.
00:21:39: Deswegen dauert die Kinderzäche heute noch zehn Tage.
00:21:42: Interessanter weiß, dauert das Schützenfest im Biberach auch zehn Tage.
00:21:46: Die Senare genauso dran.
00:21:48: Die einzigen, die es bisher geändert haben, sind die Ravensburger, die haben nach dem Krieg die Stadtmauer weggeschliffen.
00:21:53: Und zweite Woche in ihrer Veranstaltung Agler und in Augspruch hat es sowieso nicht funktioniert.
00:21:59: Also, das heißt, diese Kinderzeche beginnt an einem Samstag-Vormittag historisch mit Tänzen.
00:22:06: Dann gibt es entsprechende Festspiele, die geteilt sind.
00:22:10: Eine Festspielausführung findet immer zweiteilig statt, nämlich im Saal als Ratssitzung und danach als Stadtübergabe auf dem Rathausplatz.
00:22:22: Der Mittagsfest spielt sich dann der historische Fest zu.
00:22:25: Da muss ich schnell mal was eihagen, ne?
00:22:27: Weil ich hab damals Geschäftskäste gehabt und da haben wir uns natürlich die besten Plätze in der Schranne gehabt.
00:22:35: Und wenn wir dann zum Alt-Rathaus-Platz, haben wir keinen Platz mehr kriegt von
00:22:39: ihnen, ne?
00:22:39: Wenn man so langsam lebt.
00:22:41: Ja, nicht so langsam lebt.
00:22:43: Aber wir waren halt von in der ersten Reihe.
00:22:45: Du warst selber der Dauerzlang, bis wir rauskommen.
00:22:48: Und was ich das nächste Mal gemacht hab, dann hab ich eine Frau.
00:22:51: gebeten, vom Eidrathaftplatz, der Friseurgeschäft, um und habe mir vorgestellt und habe gesagt, ich möchte ihr Fenster mieten für Gäste und die hat dann einen Flügel gehabt und habe gleich ein Liedler gespielt und da habe ich sowieso gute Karten gehabt und dann konnten wir von da oben dann wunderbar die Stadtübergabe sehen.
00:23:09: Also bei der Stadtübergabe geht es ja nicht ums Sehen.
00:23:14: Ja, natürlich, aber das wird starten.
00:23:15: Du willst die Kinderli sehen und dann greine ich dann mit dazu, wenn dann die Lore und dann bleibt mit deiner Gnade.
00:23:21: Da heul ich da der fließige Fort.
00:23:23: Das ist ein sehr gutes Stichwort.
00:23:24: Wir messen die Qualität eines Festspiels an verbrauchten Tempoterspieler.
00:23:31: Man kann ja von hinter der Bühne durchschauen manchmal und wenn unsere Werden-Darsteller das sehr ergreifend machen, dann werden die Tempus gezückt
00:23:40: und dann funktioniert
00:23:42: das
00:23:42: relativ gut.
00:23:43: Das ist aber alles eine Geschichte.
00:23:47: Also wir reden jetzt nicht von Historie und von nachweislicher Geschichte, sondern von einem gemachten Festspiel, das der Hofrat Ludwig-Stark-Achzehn und der Zimmerneinzig fertiggestellt hat und dafür hat er Geld gekriegt.
00:23:59: Das einzige, was historisch einwandfrei ist in diesem Festspiel, sind die Namen der Akteure.
00:24:05: Die sind nämlich archivalisch nachzuweisen, die waren zu der Zeit alle ratsfähig.
00:24:10: Heißt auf der anderen Seite auch, und das muss man jetzt mal der Allgemeinheit deutlich sagen, und ich stehe ja immer auch für historische Wahrheit und auch für Gradlinigkeit, die Geschichte der Kinderzeche, der Lore Hürt hin.
00:24:22: mit der Belagerung der Schweden durch den Speerreuth ist alles erfunden.
00:24:29: Wir hatten keine Belagerung, wir hatten keine nachweisliche Person Lore Hürftin, sondern das ist alles eine wunderbare Dramaturgie, die der Herr Hofrat stark da erfunden hat, die wie gesagt auf dem Tempotaschentücher kostet.
00:24:44: Ist ja gut.
00:24:45: und die uns eine integrative Veranstaltung liefert hat, in der jetzt erstmalig nach sixteen, acht oder vierzig Katholen und Evangelien miteinander Dinge tun konnten.
00:24:55: Und das wird ja auch von der UNESCO-Kommission der Bundesrepublik Deutschland gewürdigt.
00:25:01: Dadurch, dass wir seit zwanzig, sechzehn oder siebzehn auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der Bundesrepublik Deutschland stehen.
00:25:12: Also, wir sind da schon, was Kultur angeht, jetzt nicht irgendeine Bauernkirchwebe, wie das manche mal gesagt
00:25:19: hat, sondern es ist tatsächlich
00:25:22: Teil des immateriellen Kulturarbeits der Republik, auch des Freistaats.
00:25:27: Und wir befinden uns auf der Tentativliste.
00:25:31: Hab ich auch nicht gewusst, was das heißt.
00:25:32: Das sind ja so Wörter, die muss man auch nicht wirklich kennen.
00:25:37: Die Tentativliste de Onesco heißt, dass wir uns nicht mehr bewerben müssen, um evtl.
00:25:42: mal im materielles Weltarbe zu werden.
00:25:45: Das ist relativ einfach für die Welt, nicht so ganz wichtig behaupten wir mal für uns schon, aber... Eine Kinderzeche in dieser Art gibt es halt in Dinkelspül und sonst nirgends.
00:25:57: Und das kann man auch nicht an irgendeinem Ort nachahmen.
00:26:00: Also das funktioniert nicht, weil die Kulisse ist natürlich die Altstadt und die Städte halt, lass uns mal da rum.
00:26:07: Also wir sind guter Dinge, dass wir mittelfristig das schon noch schaffen.
00:26:12: Ob es jetzt wirklich ein Ziel sein muss, weiß ich nicht.
00:26:14: Das wäre schön.
00:26:16: wie man es sagt, neudeutschen Eis zu haben.
00:26:18: Aber da ist die Anerkennung als immer der Kulturer bei der Bundesrepublik für uns wichtiger.
00:26:24: Aber wir haben ja dann auch noch ein wenig den Christoph von Schmitz zum Erwähnen, ne?
00:26:28: Haben wir das.
00:26:29: Der Hockteil auf dem Marktplatz.
00:26:31: Ja,
00:26:31: der Heuermeid hat ja ...
00:26:33: Und hat ihr Kinder einen Kommentar
00:26:34: gefunden?
00:26:35: Das ist doch auch schön.
00:26:36: Ja, wenn
00:26:37: es gefällt.
00:26:38: Also, wir haben Christoph von Schmitz als katholischen Priester.
00:26:44: der sich um Kinder bemüht hat und wohl zu seiner Zeit Bestsellerautor war.
00:26:51: Ich warne jeden, der sich so ein Buch besorgt, um das lesen möchte.
00:26:58: Da ist, glaube ich, das Christoph von Schmid romantisches Erzählen sehr einschleffend.
00:27:06: Also ich habe es nicht gesagt.
00:27:07: Also ich habe zum Beispiel die Rosa von Canemberg.
00:27:12: Das hat man sehr gut gefallen.
00:27:13: Ja,
00:27:14: ich kann da nicht.
00:27:15: Ich bin da raus.
00:27:19: Ich bin da raus.
00:27:22: Ich meine, man müsste beim Lesen immer eine Pfanne darunter stellen, dass das Fett des Raustrifflach aufgefangen
00:27:29: wird.
00:27:29: Ach Gott, mir war bei Ming halt massen sie so was.
00:27:32: Wemms
00:27:33: fällt, ist ja recht.
00:27:36: Er war natürlich prägend und er hat seinen Namen für eine Grundschule gegeben und dann ist doch er recht.
00:27:41: Und ihr habt ja ein ganz tolles Freilichtheater.
00:27:45: Da kommen ganz namhafte Stücke davor, ne?
00:27:47: Naja, wir haben ein Landesteater Frankenschwaben, das halt entstanden ist aus einer Initiative der Fünfzigerjahr, wo man in den Reichsstädten Rodenberger Nachteligen antut, man müsste miteinander Theater machen.
00:28:02: Die Rodenburger und die Radliger haben es dann schnell einmal vergessen, wie es Geld gekostet hat.
00:28:06: Das ist jetzt Mai-Deutung.
00:28:07: Die Dinkelsbilder haben es weiterbetrieben und da saß ich noch im Stadtrat, hat dann der Herr Kultusminister einmal die Urkunde vorbeibracht, dass man das jetzt Landesteater nennt.
00:28:19: Es hat den Zuschussbedarf auch nicht erhöht an die Zuschüsse auch nicht.
00:28:25: Aber
00:28:26: es ist eine wunderbare Einrichtung.
00:28:30: Und die passt natürlich genau zu dem, was ich eingangs schon mal gesagt habe.
00:28:34: Den bürgerstolzten Dinglesbüller, der ist nicht zu brechen.
00:28:37: Und wir haben ja gefühlte Einwohnerzahl von über viertausend.
00:28:41: Wie viel seid ihr?
00:28:43: Gefühlte Einwohnerzahl von über vierzigtausend haben wir locker.
00:28:47: Tatsächlich sind wir zwölf und ein halb.
00:28:50: Aber das spielt ja auch keine Rolle.
00:28:52: Weil, wenn man gefühlte vierzigtausend Einwohner hat, braucht man eine Hade.
00:28:59: Zwölf
00:28:59: Brauert ist nett.
00:29:02: Das ist halt der regionalen Lage der Stadt Inkelsburg geschuldet.
00:29:07: Die Licht an der Grenze zu Baden-Württemberg, wie ich gerade schon erwähnt, und hat natürlich den entscheidenden Nachteil, dass sie in der Mitte von gar nichts liegt.
00:29:18: Um Inkelsburg rum ist halt Pfeilgrad nix.
00:29:20: Da ist
00:29:21: in einem Umkreis von zwanzig Kilometer ist nix außer heiße Luft und grüne Wiesen und ein paar Bämme.
00:29:26: Und ein paar Menschen, die da wohnen, auch zurecht.
00:29:29: Und das führt natürlich schon dazu, dass dieses Mittelzentrum Dingelsbühlen, dem Ruf eines Mittelzentrums dann insofern auch gerecht wird, dass da alle Einrichtungen vorhanden zu sein haben, die man halt braucht.
00:29:41: Man hat ja, glaube ich, sehr schöne Jugendherberge.
00:29:45: Wir haben alles.
00:29:46: Und
00:29:46: dann habt ihr Deutsch flussbar, dann der Wernitz dann.
00:29:49: Bin ich im Sommer jeden Tag ab zehn Uhr anzutreffen, wenn
00:29:52: es jetzt schneidet.
00:29:52: Und dann gibt es ja auch ganz tolle Gastronomie bei euch, mit Hotels vom Feinsten.
00:29:59: Na
00:30:00: ja, wir hatten lange Jahre keine Hotels, da waren die Restaurationen teilweise das Museum vom Hotel.
00:30:07: Zwischenseitig hat sich das durch den Zuspruch der Gemeinheit... letztendlich auch ein bisschen Corona geschuldet, durch mehr Tourismus im Inland stark verändert.
00:30:19: Wobei, das mag ich schon auch kritisch anmerken, für Bewohner der Altstadt nicht in jedem Fall lustig ist, wenn man in einem
00:30:29: Museum
00:30:30: wohnt.
00:30:30: Da geschehen so Dinge, wie wenn ich zu meiner Haustür rausmarsche, kommt dann irgend so eine Tore vorbei und fragt mich, wohnen Sie hier?
00:30:38: Wie gesagt, naja, schaut's raus.
00:30:41: Das ist ein Friedhof, ist es nicht.
00:30:45: Das sind
00:30:47: halt so Dinge, ich kenne das aus Rotenburg, das war in Rotenburg, hat das den OB einmal stark geärgert.
00:30:54: Da haben Bewohner der Altstadt, bei denen war es ja schon viel früher, viel schlimmer, die haben so Spruchbänder, ihnen an die Fenster gegeben, bitte nicht füttern, ich wohne hier.
00:31:06: Vielleicht brauchen wir das auch noch
00:31:08: einmal.
00:31:09: Aber dann habt ihr ja auch immer noch das Summer Breeze.
00:31:13: Ja, das tut uns in der Altstadt nicht weh.
00:31:15: Das ist cool.
00:31:16: Ja, die gehen ja bloß in den Supermarkt.
00:31:17: Nein,
00:31:18: nicht einmal, nicht einmal.
00:31:19: Die haben ja einen eigenen Supermarkt.
00:31:21: Summer Breeze muss man erklären, ist das zweitgrößte Metal Festival der Republik Deutschland.
00:31:26: Hat der Kollege Ostertag aus Abzgmünd, von Abzgmünd nach Dinkelsbühl verlegt, weil er in Abzgmünd keine Flächen mehr hatte.
00:31:33: findet zwischen Dinkelsbühlen im Heselberg statt mit vierundvierzigtausend Besuchern, ist seit letzter Woche ausverkauft.
00:31:41: Also das ist für den Kollegen Ostertag ein großer Aufwand, aber auch ein großes Einkommen.
00:31:46: Das neidet ihm keiner.
00:31:48: Den Aufwand haben die auch.
00:31:50: Ich bin bei der sanitätstechnischen Betreuung, weil das mache ich auch noch ein wenig nebenher.
00:31:55: Das ersten Summerbrüß schaue negativ aufgefallen beim Veranstalten, weil da war der Hauptverbandsplatz hinter der Bühne.
00:32:04: Und dann hat man da gerade mit ein paar Betroffenen zu tun.
00:32:07: und dann kam der Veranstalter und hat gesagt, und horror mal, dann habe ich gesagt, ja, ach eben, üben die noch oder spielen die schon.
00:32:14: Und dann war das
00:32:16: schon wieder alles.
00:32:17: Und war das schon wieder durch.
00:32:20: Also ich habe bei manchen dieser Metalstücke sehe ich keine satanistischen Gefährdungen, sondern eigentlich nur Geräuschschäden meiner Gehörgänge.
00:32:31: Ansonsten gilt auch der gleiche Spruch.
00:32:34: Ich habe noch nie vier oder viertausend Verruckte so friedlich auf einem Acker gesehen wie da.
00:32:40: da passiert eigentlich im Verhältnis gar nichts.
00:32:42: Ja, das habe ich schon gehört.
00:32:44: Da gibt es
00:32:45: keine Referien und gar nichts.
00:32:48: Und ansonsten sollen die Menschen halt das machen, wenn sie meinen, das ist mir gerade recht.
00:32:55: Ich finde es ganz cool.
00:32:57: Da wird unser ehemaliger Dekan, war ja evangelisch halt.
00:33:06: Das ist manchmal schwierig.
00:33:09: Der musste dann an den Kirchenbanner anbringen, wo er draufgeschrieben hat, ich bin die Auferstehung und das Licht.
00:33:18: Und das beste Bild war die klassizistische Paulskirche mit so einem gelben Banner an der Wand, so in acht Meter Höhe und drunter zwanzig Schwarzverkleidete, die gebraucht haben, wo jetzt der Herr Gott ihr Stromrechnung zahlt.
00:33:35: Hat mir gefallen, fand die cool.
00:33:36: Oh Gott, dass
00:33:37: du alle schon erlebt hast.
00:33:39: Ja,
00:33:40: relativ viel ist auch relativ lustig.
00:33:42: Aber ansonsten ist bei uns halt relativ viel los.
00:33:47: Teilweise sogar zu viel.
00:33:48: Wenn Hasten eigentlich schon begrüßen können, du bist ja der Hans Dampfen, alle Gassen, du kennst die mit allem aus, du bist allround, du bist ja richtig hier Powerback.
00:33:58: Also das ist unwahrscheinlich, wenn es um Dingespiel geht, also Hans Peter Madaus, das ist ein Begriff und jeder was und jeder tut und finde es begadet von dir, dass du dich mit dem alles so auskennst und befascht.
00:34:13: Ich mach mir da gar keinen Kopf.
00:34:15: Wer kommt, wird begrüßt.
00:34:17: Es gibt Bilder.
00:34:19: Da war ich drei oder vier.
00:34:22: Da hat mir der Herr damalige Bundestagspräsident Kai Uwe von Haslund die Hand geschüttet.
00:34:27: Da habe ich keine Erinnerung dran.
00:34:30: Ich wusste nur dann, dass ich in dem Jahr zwei Tausend neun habe.
00:34:35: Da habe ich ein Ladunggericht von einem Herrn Köhler aus Berlin.
00:34:44: Schlossbelüfe, alle die zuhören und da nie reinkommen, muss man nicht sehen.
00:34:49: Ach doch, ihr seid doch stolz, ist doch schön.
00:34:51: Ja, ist doch recht,
00:34:52: aber das ist halt
00:34:53: auch
00:34:53: so.
00:34:55: Und dann war ich halt da.
00:34:57: Jetzt habe ich mal gehört, dass man zu den Dinglespiele immer blau sieht und sagt, wie ist das jetzt?
00:35:03: Gibt sogar einen Film von mir dazu.
00:35:05: Wirklich?
00:35:05: Erzähl, erzähl.
00:35:07: Der BR hat irgendwann einmal ... Frenkische Sagen ist ja in der Sache.
00:35:14: Frenkische Sagen abgefilmt und da kamen sie auf die Blausiederei.
00:35:19: Es war wohl so... Oder es begab sich zu einer Zeit, oder es war einmal, dass einer der Rähte der Stadt Denkelsbühl während einer Gerichtsverhandlung.
00:35:29: Jetzt muss man jetzt vielleicht auch noch kurz erklären.
00:35:31: Der Stadtrat einer Reichsstadt war gleichzeitig auch Gerichtsinstitution.
00:35:36: Und die Stadträte oder die damaligen Räte waren dann immer auch gleich Richter.
00:35:40: Und einer dieser Richter ist wohl tatsächlich bei einer entsprechenden Veranstaltung einmal eingeschlafen.
00:35:47: Was ja auch heute in Gerichten gelegen.
00:35:49: Ja,
00:35:50: bestimmt, bestimmt.
00:35:51: Wenn
00:35:52: Schöffen einschlafen, wird ja das Verfahren dann auch als nicht, ich erkläre, dann machen wir es noch nicht.
00:35:57: Aber einer sei wohl eingeschlafen und als sie ihn dann gestupft hätten und gefragt haben, was man jetzt mit dem Delegenten machen soll, hat er Blausieden gesagt, weil er nämlich... geträumt hat, dass er heute Mittag eine Vorrede oder einen Karpfen essen möchte.
00:36:10: Und den hätte er gerne in Essigsut gesotten gesehen.
00:36:15: Und
00:36:16: deswegen
00:36:16: hat er Blausieden gesagt.
00:36:19: Aber das gilt auch wieder wie vorhin.
00:36:20: Da war auch keiner
00:36:21: dabei.
00:36:22: Jetzt weiß ich ja, dass ihr Sohn ein ganz würdiger Nachfolger von Ihnen ist und ganz in die Fußstapfen dritt von seinem Papa.
00:36:30: Stimmt es?
00:36:31: Naja, der hat mehr gelernt wie ich.
00:36:34: Der ist nämlich Historiker.
00:36:36: Darum weiß ich ja auch, dass die Geschichten erzählen, wo kann er dabei sein?
00:36:41: Ja, weiß ich nicht.
00:36:43: Mein Senior war Arscher Kinderzicht Häuptling.
00:36:45: Ich habe dann darauf wertlich, dass ich gewählt werde.
00:36:48: Der Max wurde auch gewählt, also vielleicht kämmert er ein wenig.
00:36:53: Also der Max macht das auch und der hat auch das andere Ehrenamt noch übernommen, das ich auch noch jahrelang hatte.
00:37:00: Es gibt nämlich oberhalb dieser Kinderzeche und des Meisterdrungs und diverser anderer dieser feste Rudenfest, Landsberg und Rudenfest, Grafensburg und Biberracher Schützenfest und Drachenstichfurt im Wald eine Vereinigung dieser Kinder- und Heimatfeste in Süddeutschland.
00:37:18: Und da hat man mir wohl zwei tausend Eins oder zwei tausend Zweimal zum Halbkling oder Präsidenten
00:37:24: gewählt.
00:37:25: Ich
00:37:25: war dann ein bisschen Verbandspräsident von dreihundertfünfzigtausend Verwirrten in Süddeutschland.
00:37:31: Und da haben wir halt nette Dinge getan.
00:37:33: Da haben wir Rahmenvereinbarungen mit der GEMA getroffen, weil wir das ja auch nicht getan haben gesagt.
00:37:39: Und eine Ausgleichsvereinigung nach Paragraph.
00:37:42: Zweiunddreißig KSVO mit der Künstlersozialkasse haben wir auch beschlossen.
00:37:46: Dann habt ihr ja wahnsinnig wichtige Sachen beschlossen.
00:37:49: Ja, das ist halt Verbandsarbeit.
00:37:51: Und irgendwann ging es mir halt vor drei Jahren mal nicht so richtig gut.
00:37:55: Da hatte ich aber meinen Ausstieg schon angekündigt, weil ich der Meinung war, Sechzig ist nicht nur eine Mannschaft, sondern auch ein Alter, mit dem man was aufhören kann.
00:38:05: hatte ich mitgeteilt, ich möchte aufhören und dann haben halt meine Verbandskollegen... Ausschau gehalten, wenn man da wählen könnte, dann haben sie halt meinen Sohn gewählt.
00:38:14: Das ist doch wunderbar.
00:38:16: In der Sache hat er das übernommen.
00:38:18: Das ist
00:38:18: doch wunderbar.
00:38:19: Das macht er auch nett.
00:38:21: Ja,
00:38:22: man liest ja ständig vor ihm in der Zeitung.
00:38:24: Mir
00:38:24: geht es darum zu betonen, dass das keine Erbhöfe sind, sondern dass das per Wahl geschieht und dass das mit Fähigkeit zu tun hat.
00:38:33: Also das ist ja keine Fettelasswirtschaft, weil das ist ja gewählt worden.
00:38:37: Dann geht es um Bezugsgrößen.
00:38:40: dreistätige Millionenhöhe, also da ist mit Vettel das Wirtschaft nix
00:38:44: mehr zu tun.
00:38:46: Also in der Sache, machen wir das dann halt.
00:38:48: und drum habe ich ja eingangs auch gesagt, ich bin Geschäftsführender Hausmeister.
00:38:53: Das hat er so wunderbar gesagt.
00:38:56: Toller Job.
00:38:57: Sagen Sie, was denken Sie, Sie persönlich wünschen so Verdingelsbühel?
00:39:02: Was wäre da so in Ihrem ... Kopf jetzt drin hat Hock.
00:39:06: Manchmal als Bewohner der Altstadt, manchmal mehr Ruhe, etwas weniger Stress, eine Lösung fürs Parkproblem und Ruhe und Frieden über den Wäldern.
00:39:19: Ja, das ist ein weißer Spruch.
00:39:23: Ja, also es hat mich jetzt wahnsinnig gefreut, dass ich sie da gehabt habe, Hans-Peter Madausch.
00:39:30: Wir haben jetzt richtige Blaude, die habe ich so viel erfahren.
00:39:33: Ich kenne die ihnen stundenlang zuholen, weil das interessiert mich alles so wahnsinnig.
00:39:38: Und das sind Sachen, die zum Teil überhaupt noch nie gehört habe.
00:39:42: Und das ist jetzt... Ganz grandios, dass er heute da war bei meinem Podcast.
00:39:46: Und ich bedanke mich ganz, ganz herzlich bei ihm.
00:39:49: Ich bedanke mich fürs Dasein.
00:39:51: Ich war gerne in Wassertrüdingen.
00:39:53: Mir ist kein Schaden geschehen.
00:39:55: Und ansonsten habe ich mein Geld die letzten dreißig Jahre mit Reden verdient.
00:39:59: Manchmal merkt man es noch.
00:40:01: Schön, das hat er wunderbar gesagt.
00:40:04: Ja, liebe Hörer, liebe Fans, ich habe noch gleich noch etwas zum Anfliegen.
00:40:10: Wenn jemand gerne mal ein Thema im Podcast bei uns besprechen möchte oder vielleicht selber dabei sein möchte, das ist bitte so gut und tut uns kontaktieren.
00:40:22: Und zwar unter der E-Mail, Mediapark, Fernheim, das Fernheim Ue natürlich.
00:40:36: Wenn Sie irgendeinen Wunsch haben, den wir mal behandeln sollen, ein Thema, egal was, oder Sie selber mal dabei sein möchten bei uns, dann melden Sie sich.
00:40:46: Herzlichen Dank.
00:40:47: Und noch mal ganz, ganz lieben Dank an Peter Madausch.
00:40:51: Wunderbar.
00:40:51: Das war eine Bereicherung heute wieder.
00:40:54: Gerne.
00:40:54: Und wie ich immer zu sagen, fliege frohe Ostern.
00:40:58: Okay, und das war's heute.
00:41:00: Hans-Peter Matthausch war zu Gast bei Magerspraller-Blautertasche-Podcast.
00:41:06: Und wenn Sie noch mehr hören wollen von der MAGA, dann abonnieren Sie einfach den Kanal.
00:41:10: Am Ende der Sendung gibt's einen Button und da drückt man drauf.
00:41:14: Und dann können Sie die MAGA noch mal hören oder die neuesten Podcasts nächste Woche und, und, und.
00:41:20: Also besten Dank, bis zum nächsten Mal, das war's.
Neuer Kommentar